Jeebeler Siedlungen

Paul Athmann


Die Heidesiedlung am Waldesrand („Klein-Stalingrad“)


Ein Behelfsheim der Syker Firma Lühning war 1946 der Grundstein eines Eigenheims für die Familie Catterfeld. Es stand an der heutigen Straße „Am Waldesrand“ im Jeebel.  Das Behelfsheim wurde nach dem Krieg ohne Baugenehmigung in Eigenleistung aufgebaut. Die Gemeindeverwaltung war damals froh, wenn durch Eigeninitiative die allgemeine Wohnungsnot gelindert wurde. Ab 1950 bauten dann auch andere Siedler, darunter auch Eisenbahner, die die Bausteine aus Bahnschlacke selbst herstellten. Die Gemeinde Sudweyhe erteilte nachträglich die Genehmigungen – auch für Catterfelds Heim. 


Wegen der Bauweise der ersten Häuser erhielt die dann entstehende Siedlung auch den Namen „Klein-Stalingrad“.

 

1949: Fam. Catterfeld (Mitte) vor ihrem Behelfsheim der Firma Lühning (Bau ohne Genehmigung).19

1959: Günter Catterfeld vor seinem umgebauten Behelfsheim

Blick in die Straße „Am Waldesrand“ um 1980

Derselbe Blick im Jahre 2009

Der Sand zum Hausbau für die Siedlungen wird an der Lahauser Straße, Ecke Sudweyher Straße, neben dem Arps-Hof gewonnen: Die Wiese dort liegt deutlich tiefer als der angrenzende Acker.

 

Die Fuchsfarmsiedlung

Luftbid der  Siedlung an den Jeebeler Fuhren aus dem Jahr 1990. Am oberen Bildrand die Lahauser Str., die von der Sudweyher Str. abzweigt. Die unten am Wald verlaufende Str. ist der Hildebrandsweg.

Anfang der 1960er Jahre  werden in der Fuchsfarmsiedlung die Straßen „Im Winkel“, „Fuchsweg“, ein Teil des „Hildebrandtswegs“ und ein Teil des Wegs nach Okel gepflastert – in Eigenleistung. 
Die Anwohner haben Vorauszahlungen auf die Anliegerbeiträge geleistet. Zur Reduzierung der Gesamtkosten sind Eigenleistungen vereinbart: Das Legen der Pflastersteine wird in Gruppen unter Anleitung des Wegezweckverbandes des Landkreises Grafschaft Hoya durchgeführt.20
 

 

 

 


Danach beginnt die Pflasterung des Weges „Vor den Fuhren“.21