Sachsen

Sandhöhe

Saugbagger

Sattelhof


Sauggasmotor



Schachclub

Kirchweyhe e.V. -

 

Schachtofen

 

Schadenbuttel, Hinrich, genannt von Diepholz

 

Schanze

1386 Pfarrer in Kirchweyhe

 

 

 

Eine Schanze ist der Terminologie des deutschen Festungsbaus nach ein selbständiges Befestigungswerk, das beim Bau von vorübergehenden (nicht dauerhaften) Feldbefestigungen häufig gebraucht wird. [wikipedia]


Scharmarsch

Eine Deutung: Der Name leitet sich von einem Flurstück gleichen Namens ab. Er könnte auf den Bischof Ansgar verweisen. [Qu: Heimatbuch Kirchweyhe S. 190]

 

Andere mögliche Deutung: Der Name „Schar“ hat wohl die Bedeutung „Ufer“. Vgl. Th.Müller, Amt Thedinghausen, S.142, wo das „Scharfe Ufer“ der Weser von Schar abgeleitet wird (früher „Scharufer“ oder nur „Schar“). S. auch Dannemann e.a., Flurnamensammlung des Landkreis Diepholz, Datensatz „Kirchweyhe Scharmarsch“. Immerhin gingen die Überschwemmungen der Marsch bis an den Dobben, der an der Scharmarsch liegt. Und ganz früher verlief hier vermutlich ein Weserarm – vom Kirchweyher See über den Wittrocksee. Wie Wilfried Meyer erzählt, wussten die alten Kirchweyher noch, dass am Dobben Boote angelegt haben und an Ringösen an der Mauer des Bauern Daneke festgemacht wurden.


Schatten

In unserer Gegend war es  üblich, bei Hochzeiten den Autokorso auf dem Weg von der Trauung zur Feier anzuhalten und Wegezoll zu verlangen. Dieser Zoll (in Norddeutschland Schatten genannt) wurde üblicherweise von Kindern verlangt, indem sie mit einem über die Straße gespannten Seil das Hochzeitsauto an der Weiterfahrt zu hindern versuchten. Der Zoll bestand in der Regel aus Süßigkeiten und kleinen Münzen, die ihnen zugeworfen wurden, was dazu führte, dass das Seil abgesenkt und die Weiterfahrt ermöglicht wurde.


Scheinflughafen

In der Leester Marsch bei Hörden wurde im 2. Weltkrieg eine Reihe von Holz-Baracken aufgestellt, die den feindlichen Fliegern suggerieren sollten, dass es sich um den Bremer Flughafen handelte.


viereckiger Kasten unter dem Frachtwagen der Leister Fuhrleute


Schiffstelle

Weg von der Brücke über den Mühlenbach in Hörden bis zur Straße „An der Weide“. Bei Überschwemmungen der Marsch ging oft das Wasser bis hierher. Die Leester brachten Reisende mit Ruderbooten nach Bremen über das Wasser. Hier war damals die Anlegestelle für die Fährboote.

Aus Kreiszeitung v. 19.9.2023: (Autor ?)

 

Der heutige und seit 1951 offizielle Straßenname Schiffstelle geht auf die früher, schon im 18. Jahrhundert erwähnte Bezeichnung „Schiffstätte“ beziehungsweise „Schipstätte“ für einen Siedlungsbereich im Ortsteil Leeste zurück. Der umfasste in den 1860er Jahren angeblich die Gehöfte (Lee Nr. 67, 68, 69, 70, 71, 72, 73, 75, 76, 77 und 78) , also auch die jetzige Krumme Reihe und die Dürerstraße sowie den Abschnitt der heutigen Straße „An der Weide“.

 

Es dürfte sich hier laut Gemeindearchivar Hermann Greve um den Ortsbereich handeln, in dem sich bis ins 19. Jahrhundert hinein eine Anlegestelle für eine Fähre befand. Aktiviert wurde der Fährbetrieb immer dann, wenn die Brinkumer und Leester Marsch überschwemmt waren. Ein Ereignis, das häufig eintrat, vor allem in den Wintermonaten. Dann stellten Boote die Verbindung mit Arsten, Kattenturm und Bremen her. Bekannt ist, dass zwischen Kattenturm und Brinkum Fähren zum Einsatz kamen, die sowohl Passagiere transportierten als auch mit Kaufmannsgütern beladene Fuhrwerke. Für den bremischen Binnenhandel war es außerordentlich wichtig, dass die Frachttransporte auch dann fortgesetzt werden konnten, wenn der Brinkumer Steinweg unter Wasser stand.

 

Viele Bauern und der eine oder andere Handwerker in Leeste und dessen Nachbardörfern dürften die Fähren ebenfalls genutzt haben, um Produkte trotz „Wassernot“ in der Hansestadt absetzten zu können oder sich mit Bedarfsgütern zu versorgen, die es nur dort gab.

 

Welche Kapazitäten die Fähre besaß, mit der in den 1580er Jahren Hermann Schlede aus Leeste seine Fahrgäste übersetzte, und wie hoch das von ihm geforderte Fährgeld war, ist unbekannt. Hermann Schlede, vermutlich ein Bediensteter auf dem landesherrlichen Vorwerk Erichshof, besaß eine Fährkonzession, für die er alljährlich eine Abgabe an die Verwaltung des Amtes Syke entrichten musste ([…]). In einem der wenigen erhaltenen Einnahmebücher der Syker Amtsverwaltung heißt es 1587: „Herman Schleden zu Leiste gibt von der vehrde, darin man Fußvolk übersetzt, wan die Weser ausgehett, jarliches an das hauß Syck einen halben bremer thal[er]“

 

Im Jahr 1603 übernahm der Vogt auf dem Vorwerk Erichshof, Dietrich Böse, den Fährbetrieb. Es ist nicht anzunehmen, dass er die Fähre selbst bediente. Dietrich Böse verwaltete das Vorwerk, einen landwirtschaftlichen Großbetrieb, im Auftrag des Landesherrn und nahm sehr wahrscheinlich weitere Aufgaben für die beiden führenden Staatsdiener auf dem Syker Amtshof, den Drosten und Amtmann, wahr. In den Augen seines Landesherrn, Herzog Philipp Sigismund von Braunschweig-Wolfenbüttel – er war Bischof von Verden und Osnabrück und von 1589 bis zu seinem Tod im Jahr 1623 Landesvater der Bewohnerinnen und Bewohner des Amts Syke – hatte sich Dietrich Böse auf seinem Posten mehr als nur bewährt. Zum Dank für treuen Dienst schenkte er seinem Vogt im Jahr 1616 einen Halbmeierhof […] in Hörden, der in nächster Nähe zur Wassermühle und zur Schiffstätte lag. Darüber hinaus begnadete Phillip Sigismund den Hof mit der sogenannten Sattelfreiheit. Das heißt: Dietrich Böse und seine Nachkommen mussten nicht länger die auf dem Betrieb lastenden Abgaben, Dienste und Steuern leisten.

 

Noch heute befindet sich der Hof – allerdings längst nicht mehr steuerbefreit – im Besitz der Nachkommen des Erichshofer Vogts Dietrich Böse. Auch die 1603 erworbene Fährkonzession blieb über Generationen in den Händen der Familie.

 

Noch 1802 wies die Regierung in Hannover in einem Schreiben darauf hin. Damals gab es handfesten Krach um den Fährbetrieb zwischen Brinkum und Kattenturm. Die Brinkumer versuchten unter anderem, Bremer Schiffern und den Besitzern der Böse’schen Halbmeierstelle in Hörden das Recht streitig zu machen, Personen, Fracht- und Postwagen bei Hochwasser vom Brinkumer Zoll nach Kattenturm zu schippern. Doch die kurhannoversche Regierung entschied zuungunsten ihrer Brinkumer Untertanen. Es könne diesen „nicht gestattet werden, andere, namentlich die Besitzer der seit Anno 1603 zu Überschiffen concessionierten Rosen-Stelle in Leeste“ (der Familienname Rose hatte sich inzwischen auf dem Böse’schen Hof etabliert) „und besonders die Schiffer aus dem benachbarten stadtbremischen Gebiete vom Überschiffen auszuschließen“.

 




 

 

Schinna

Schlatt

Ein Schlatt ist der plattdeutsche Name für ein zu- und abflussloses Gewässer in der Geest oder Heide, das durch Windausblasungen der Sanddünen, oft schon zur Eiszeit, entstanden ist. Das vom Regen gespeiste Wasser kann wegen einer undurchlässigen Bodenschicht an diesen Stellen nicht versickern und bleibt deshalb als kleiner Teich oder kleiner See bestehen. Ein Schlatt kann während längererTrockenperioden trocken fallen. Da sich rund um das Schlatt oft viel Torf bildet, heißen viele Schlatts auch „Moor“. Beispiele in Weyhe: „Böttchermoor“, „Ottenmoor“, „Sengstakenmoor“ etc.. Viele der noch im letzten Jahrhundert bestehenden mehr als 20 Schlatts sind verschwunden: Mit Müll oder Bodenaushub verfüllt und dem Erdboden gleichgemacht. 


Schleifenraub

Ein Begriff aus dem Reitsport. Der Ausdruck Jeu de barre kommt aus der französischen Sprache und bedeutet übersetzt Schleifenraub. Beim Jeu de barre oder Schleifenraum handelt es sich um ein Reiterspiel mit mehreren Teilnehmern zu Pferde. Ein Reiter hat an der Schulter eine Schleife befestigt, die ihm von den anderen Spielern durch geschickte Wendungen im Galopp und ohne Gewalt abgenommen werden soll.



Schmalzehnt

Abgabe auf den Viehbestand (das 11. Kalb/Lamm, die 11. Gans, den Zehnten Teil des Honigs usw.). Der sog. Kornzehnt (zehn Prozent der Getreide-Ernte) wurde nicht bei Bauern erhoben, die nur Vieh hatten, aber keinen Ackerbau betrieben. Dort wurde der Schmalzehnt erhoben.


Schmidt

 

(s. auch Dammschmidt) -

die bekannteste

Ausspannwirtschaft in

Melchiorshausen

Schmidt, Gerd

(*1768, +1843) Dammschmidt

Schmidt, Gerd jun.

(*1846) Dammschmidt

Schmidt, Heinrich

(*5.5.1816) Dammschmidt

Schneidemaschine

Schöma


Schnibbe, Peter

Schnibbe kam 1951 als Sohn von Barthold Schnibbe (* 23. September 1910; † 27. September 1975) und Helga Knorr (* 24. Januar 1929), geb. Schnee und gesch. Schnibbe, zur Welt. Im Sommer 2015 heiratete er in Kanada Grit Schnibbe, geb. Börner. Er verbrachte seine ersten 17 Lebensjahre in Bremerhaven und zog nach der Scheidung seiner Eltern mit seiner Mutter und dem Stiefvater nach Neustadt an der Weinstraße. Nach dem Abitur studierte er von 1971 bis 1972 Kunst und Germanistik an der Universität Koblenz in Landau in der Pfalz. Sein Examen legte er 1976 an der Universität Bremen ab, absolvierte anschließend seine Referendariat am Kippenberg-Gymnasium in Bremen und unterrichtete ab 1980 Kunst und Deutsch an der Kooperativen Gesamtschule Weyhe-Leeste. Seit 1996 arbeitet Schnibbe als freischaffender Künstler in seinem Atelier in Weyhe-Melchiorshausen.

Sein Vater war Kapitän in der deutschen Handelsmarine während des Zweiten Weltkriegs. Schnibbes Urgroßonkel mütterlicherseits war der Landschaftsmaler und Grafiker Hermann Schnee. Ein Urgroßonkel väterlicherseits war der Schriftsteller Hermann Allmers. Schnibbe ist Neffe des Dichters Wilhelm Schnibbe.

Seit seiner Jugend ist Peter Barthold Schnibbe musikalisch aktiv. Von 1976 bis 1979 initiierte er die niederdeutsch singenden Folkrock-Band „Hartleed“ und gehörte ihr als Schlagzeuger an, mit der er mehrere Alben veröffentlichte und im Fernsehen und Hörfunk präsent war. Seit 1999 ist er Drummer und Sänger bei der Formation „Uncle Snake“. Zudem ist er literarisch tätig.

Der Künstler ist Mitglied im Föhrde-Club zu Kiel und im Kunstverein - Kunststiftung Lilienthal. Er engagiert sich aktiv für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger und für die Kulturarbeit in Bremerhaven im Förderverein die „Alte Bürger“. (Wikipedia)

Im Jahr 2022 erhält Peter Barthold Schnibbe den Kulturpreis des Landkreises Diepholz für sein "vielfältiges Engagement und künstlerisches Wirken in den unterschiedlichsten Ausdrucksformen".


Schrotgang

In einer Mühle wird der Schrot nach der ersten Vermahlung abgesiebt, das bereits angefallene Mehl wird gesammelt und der Schrot wird abermals vermahlen, bis er feiner und feiner wird. Auf jede Vermahlung erfolgt eine Siebung, so dass immer weniger Mehl an der Schale haften bleibt. Am Ende dieses Vorgangs bleibt die Kleie zurück, die möglichst mehlfrei sein sollte. Je feiner das Mehl sein soll, desto häufiger muss ein zusätzlicher Schrotgang eingelegt werden..

Je nach Verwendungszweck kommen unterschiedlich grobe Schrote in der Bäckerei zum Einsatz. Je gröber die Schrote, desto intensiver müssen sie in der Bäckerei bearbeitet werden, damit eine gute Quellung der Schalenteilchen erreicht wird, was eine Voraussetzung für eine relativ lockere und vor allem saftige Krume ist.

Während Schrot früher als Nebenprodukt der Mühle zu Brei verarbeitet und verzehrt wurde, findet es heute als Backzutat und Futtermittel Verwendung.


Schrotmühle

Schrot ist grob zerkleinertes Getreide, das durch Quetschen oder Mahlen in einer Mühle hergestellt wird. Als Schroten bezeichnet man die „mechanische Verarbeitung von Körnern zur Verringerung ihrer Größe“. Schrot wird sowohl zum Backen verwendet als auch als Viehfutter, insbesondere Schweinefutter. Anfang des 20. Jahrhunderts verlagerte sich die Produktion der Weyher Mühlen weg von der Backschrot-Herstellung hin zum Verarbeiten von Roggen und Gerste (insbesondere Import-Gerste) für die Schweinemast. 



Schubert, Martha

Martha Schubert ist untrennbar mit der Historie des DRK Ortsvereins Kirchweyhe verbunden. Sie leitete ihn 26 Jahre und schied erst mit 87 Jahren als Vorsitzende aus, um sich nach Barrien zurück zu ziehen. 1912 als Martha Lochmann im schlesischen Sophienwalde geboren, kam die spätere Seele des DRK Ortsvereins als Flüchtling nach Weyhe. Die Mutter von fünf Kindern und ausgebildete Krankenschwester trat 1964 dem DRK bei und wurde 1973 Vorsitzende in Kirchweyhe.

Schuberts unermüdliches, segensreiches Engagement wurde 1975 mit der Verdienstmedaille des DRK und 1981 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik gewürdigt.

Martha Schubert bleibt als resolute, schlagfertige und humorvolle „Powerfrau“ in Erinnerung. Ein Ausdruck, den sie abwehrte, denn „ich tue nur die Arbeit, die getan werden muss, mehr nicht. Was ich allerdings anfange, das führe ich auch zu Ende“, wie sie in einem Gespräch sagte.

Die warmherzige Art Martha Schuberts verfehlte nie ihre Wirkung. Sie zu treffen, mit ihr zu reden, bereitete Freude. Gespräche mit ihr hinterließen Eindruck, ebenso ihr trockener Humor.

Wenn sie auch in ihren Jahreshauptversammlungen ab und an mal mit „Feldwebelstimme“ für reibungslosen Ablauf sorgte. Aber dabei lächelte sie stets verschmitzt, und jeder wusste, was Sache war. Die Heiligabendtreffs für Alleinstehende waren ihr Werk. Besuche in den DRK Altenheimen mit Bergen selbstgebackenen Kuchens ebenfalls. Und bei Blutspenden stand sie an vorderster Front, wobei ihre größte Sorge vor allem dem gut bestückten Büffet galt. Martha Schubert bleibt in Weyhe unvergessen – sie starb im DRK Altenheim in Barrien im November 2006. [R.Blasczyk, Krsz. 3.11.2006]


Schürfrecht

Schütte, Dr. jur. Dietrich

1992 wird Dr. Dietrich Schütte neuer Gemeindedirektor der Gemeinde Weyhe und löst damit seinen Vorgänger  Alfred Wetjen ab, der dieses Amt über viele Jahre innegehabt hat. Leider verstarb Dr. Schütte nach kurzer schwerer Krankheit bereits am 28.Mai 1995. 


Schüttemeyer, Ernst

Ernst Schüttemeyer, 1909 in Lahausen geboren, zog in jungen Jahren mit seiner Familie nach Kirchweyhe um, weil sein Vater damals bei der Eisenbahn beschäftigt war, Zuhause sprach man hochdeutsch, plattdeutsch lernte er aber schon bald von den Nachbarskindern. Dieses Platt hat ihn sein Leben lang begleitet, in seiner beruflichen Zeit als Zimmermann, aber vor allem auch später als Rentner, wenn er in Erinnerung schwelgend alte Geschichten aus Weyhe auf Platt erzählte. Er war lange Jahre Mitglied des Schrieberkrings und die Weyher Bürger können sich glückllch schätzen, dass viele seiner Geschichten und Geschichtchen heute noch erhalten sind, vor allem weil  Weyhe auf eine ganz besondere Art und Weise  in den Fokus genommen wird. 


Schützenfest

Schützenhalle

Ein speziell für die Feier des Schützenfestes gebaute Halle. In Weyhe steht eine große Halle in den Melchiorshauser Fuhren, wo der Schützenverein sein jährliches Fest feiert. Die Halle wird aber auch für andere Veranstaltungen genutzt: Das Blasorchester des TSV Melchiorshausen lädt dort zum Pfingstkonzert, das Oktoberfest findet in der Halle statt, und seit einiger Zeit ist dort auch ein Kleinkaliber-Schießstand zum Trainieren der Schießkunst eingerichtet.


Schützenverein Erichshof v. 1913 eV

Die meisten Schützenvereine aus der hiesigen Gegend wurden kurz nach der Jahrhundertwende gegründet. In Erichshof dauerte dies ein wenig länger, aber im Jahr 1913 war es dann soweit. Unter Vorsitz von Johann Heinrich Eickhorst wurde der Schützenverein Erichshof von 1913 e.V. ins Leben gerufen.


Sommerdeich

Schützenverein Kirchweyhe


Schützenverein Lahausen e.V. von 1933

Schießsport wurde schon Ende des 19. Jahrhunderts in der Gemeinde betrieben und so gründete sich 1909 der "Kriegerverein Lahausen", dem nur Männer angehören durften. Erst 1929 beschloss auf der damaligen Hauptversammlung den Kriegerverein in einen Krieger-Schützenverein umzubenennen. Erst am 3. September 1933 kam es letztendlich zur Gründung des heutigen "Schützenvereins Lahausen". 



Schulte, Claus

Frachtfahrer aus Leeste


Schweers, Hinrich

Frachtfahrer aus Leeste


Schwein

Schweinepest

Der Schweinepesterreger ist das Pestivirus C. Obwohl Verwandtschaften zu Erregern anderer Krankheiten bestehen, ist jedoch keine andere Tierart (inklusive Menschen) empfänglich.

Als ständiges Erregerreservoir kann das Wildschwein gelten. Neben dem Kontakt mit Wildschweinen stellt häufig der Zukauf von bereits infizierten, aber nicht sichtbar kranken Schweinen eine Ansteckungsquelle dar. Daneben kann das Virus aber auch durch sogenannte Vektoren (verunreinigte Fahrzeuge und Gerätschaften, Kleidung oder Speiseabfälle – Verfütterung in Deutschland daher verboten) übertragen werden. Die Ansteckung innerhalb eines Bestandes erfolgt dann direkt von Tier zu Tier hauptsächlich peroral oder über die Atemwege. Die Inkubationszeit hängt von der Virulenz des jeweiligen Erregers ab. Sie kann zwischen 2 Tagen bis über 5 Wochen betragen. Das Virus vermehrt sich zunächst in den Mandeln und den Lymphknoten des Rachenraumes. Bereits nach 24 Stunden befindet sich der Erreger im Blutkreislauf und erreicht innerhalb von einer Woche seine maximale Konzentration. Sofern der Erreger sich im Blut befindet, wird er über Harn, Speichel, Kot, Augen- und Nasensekret ständig (bis zum Tod des Tieres) ausgeschieden. Dieses ist auch der Grund für die seuchenhafte Ausbreitung der Krankheit; große Schweinebestände mit mehreren tausend Tieren können innerhalb von einer Woche vollständig infiziert sein. (Wikipedia)


Sedantag

Der Sedantag (auch Tag von Sedan) war ein Gedenktag, der im Deutschen Kaiserreich (1871-1918) jährlich um den 2. September gefeiert wurde. Er erinnerte an die Kapitulation der französischen Armee am 2. September 1870 nach der Schlacht bei Sedan, in der preußische, bayerische, württembergische und sächsische Truppen nahe der französischen Stadt Sedan den entscheidenden Sieg im Deutsch-Französischen Krieg errungen hatten. Nach der Kapitulation seiner Armee hatte sich der französische Kaiser Napoleon III. in die persönliche Gefangenschaft des preußischen Königs Wilhelm I. begeben. Häufig wurden ab 1871 im ganzen Deutschen Kaiserreich an zentralen Plätzen Siegesdenkmäler errichtet und diese mit feierlicher Zeremonie eingeweiht.


Segelclub Wieltsee SCW

Der Segelclub Wieltsee SCW wurde 1978 gegründet. Bereits ein Jahr später wird am Ostufer des Wieltsees eine erste Steganlage mit sieben Boxen angelegt und in Betrieb genommen. Diese Anlage ist in den Folgejahren immer größer geworden, ein Clubhaus wurde errichtet und durch den tatkräftigen Einsatz der Mitglieder ist der Wieltsee mittlerweile zu einer grünen Parklandschaft entwickelt worden.


Seidel, Frank

"In the summer of 69", genau am 7. August, wurde Frank Seidel zusammen mit seinem Zwillingbruder in Bremen geboren. Er wuchs auf in Kirchweyhe, besuchte dort den DRK Kindergarten am Drohmweg, später die Grundschule Kirchweyhe, die Orientierungsstufe Lahausen und schließlich die KGS Leeste. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung bei der Kreissparkasse Syke und landete schließlich bei der Sparkasse Immobilien Bremen und war dort rund 20 Jahre tätig. Zeit seines Lebens war Frank Seidel ehrenamtlich "unterwegs". Zunächst Klassensprechen, später als Elternvertreter in den Schulvorständen der KGS Kirchweyhe und KGS Leeste. Auch mit dem Sport war er immer sehr verbunden: Turnen und Tennes beim ETSV Kirchweyhe, Schützenverein Kirchweyhe, Tischtennis beim SV Kirchweyhe bis hinzu Badminton beim TSV Weyhe-Lahausen und natürlich Fußball. Schon als 6jähriger "lief er auf" beim ETSV Kirchweyhe, später dann beim TSV Leeste bzw. SC Weyhe. Dort war er 17 Jahre lang aktiver Trainer im Herren- und Jugendbereich. Das Ehrenamt war immer untrennbar mit Frank Seidel verbunden: 12 Jahre bei den Streetwatchern, Mitglied beim Sozialverband Deutschland, Fördervereine der Feuerwehren Leeste, Lahausen und Kirchweyhe, Förderverein des Freibades, des Sudweyher Bahnhofs und der KGS Kirchweyhe und KGS Leeste - teilweise auch aktiv in der Vorstandsarbeit. Gleichzeitig ist er viele Jahre in der SPD tätig und ist zuletzt 1. stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Weyhe. Als 2019 Dr. Andreas Bovenschulte sein Amt in Weyhe aufgibt, kandidiert Frank Seidel. Er wird mit überzeugender Mehrheit zum Bürgermeister gewählt und gibt dafür seine Tätigkeit bei der Sparkasse in Bremen auf, für die er 20 Jahre - in den letzten 11 Jahren als Prokurist - tätig war.


Seifenfabrik

Eine Fabrik zur Herstellung von Seife aus Tran, Fett oder Palmöl. Die Fette werden mit einer Lauge (Natronlauge oder Kalilauge) gekocht, früher auch mit Soda oder Pottasche. Dieses Verfahren heißt Seifensieden. Bei der Verseifung entstehen Glycerin und die Alkalisalze der Fettsäuren – die eigentliche Seife. In Dreye wird 1826 eine Seifenfabrik als Ableger der Bremer Fabrik G.F. Sengstack gegründet. Sie produziert bis 1873 grüne und weiße Seife. Mit der Einführung der Zollunion wird die Produktion wieder in Bremen konzentriert und der Ableger wird geschlossen.


Sengstack

Bremer Unternehmerfamilie. Sie kauft in Bremen 1769 eine Seifenfabrik von einer Seifensieder-Witwe. „Heinrich Sengstack (1733-1809), in Bremen geboren, 1769 Gründung einer Seifenfabrik in der Neustadt, 1782 in das Collegium Seniorum gewählt, hinterließ die Firma seinem Sohn Georg Friedrich Sengstack (+1855), der das Unternehmen durch die Handelskrise der Jahre 1806 bis 1815 führte und in den 1830er Jahren zu einer Großfabrik ausbaute, der neben der Seifenherstellung auch eine Tran- und Ölraffinerie angegliedert wurde.“ 1826 wird ein Ableger dieser Fabrik in Dreye gebaut und bis 1873 betrieben.


Siemer-Eiche

Eine als Naturdenkmal eingetragene Eiche in der Wiese am Hof Siemer-Meyer in Melchiorshausen (Melchiorshauser Straße, Ecke „Hinter dem Felde“). Die Eiche ist geschätzt mehr als 300 Jahre alt


Situla-Eimer

 

Smeerpott

unverzichtbares Utensil für die Fuhrleute, um die noch hölzernen Achsen und Raden an ihren Frachtwagen zu schmieren



Sommerdeich

Sorgenbrecher

Ein Sommerdeich war in der Lage, das Sommerhochwasser der Weser von den Feldern und Wiesen der Marsch fernzuhalten und damit die Ernte (insbesondere die Heu-Ernte) vor dem Verderben zu bewahren. Zum Abhalten der Winterhochwasser reichte es meistens nicht. Erst im 18. Jahrhundert wurden die Deiche an der Weser zu Winterdeichen


Sorgenbrecher

1965 gründen Georg Wydra, Manfred Jüptner und Hannes Bier Die Sorgenbrecher, ein Trio, das sich der Tanzmusik auf kleineren und größeren Familienfesten widmet.


Spinnstube

Unter einer Spinnstube versteht man einen Ort, an dem die langen Winterabende gemeinsam vor allem mit geselligen Handarbeiten verbracht wurden. Spinnstuben waren in den langen Winterabenden Treffpunkte der unverheirateten Frauen. Man traf sich, um für seine Aussteuer zu spinnen und andere Handarbeiten zu verrichten.


Spinnwirtel

Bei Spinnwirteln handelt es sich um die Schwungmasse der Handspindeln. Während die Spinnschäfte meist aus Holz hergestellt sind, können die Spinnwirtel aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen, ganz schmucklos oder reich verziert. Häufige Materialien sind Holz, Stein, Ton, Keramik, Glas, Elfenbein oder Bernstein.


Splintenkieker

meist jüngere Begleiter, deren Aufgabe darin bestand, die mit Splinten gesicherten Wagenräder zu überwachen




Sportvereine

Stammwappen v. Weyhe

Das Wappen der Ritter-Familie von Weyhe trat in verschiedenen Varianten auf. Das erste überlieferte Wappen (das sog. Stamm-Wappen) soll von Gerbert von Weyhe stammen. Es ist im Staatsarchiv Bremen in der Bremer Chronik (Heinr. Wolter, chronicum bremensis) bei der Beschreibung des Kreuzzuges im Jahr 1096 abgebildet und zeigt einen Löwen mit 3 Querbalken. Oben über dem Helm sind 2 Flügel und ein Pfauenschwanz angebracht. Dieses Wappen wird im 14. und 15. Jahrhundert von vielen aus der Ritterfamilie an Urkunden gehängt oder als Siegel gebraucht: 1317: Erpo und Johann; 1347 Knappe Heinrich und Engelbert (der Bruder des Johann); 1370 Knappen Erpo und Arnold; 1375 Heinrich Brede von Weyhe; 1418: Lüder, Konos Sohn;


Stapeln

Mit Stapeln bezeichnet man das Sammeln und Bereitstellen von Gütern zum Transport. s. Güterbesteder


Stauffenbergstraße

nach dem Widerstandskämpfer Graf v. Stauffenberg benannt.


 

Steinpresse

Steinzeit

Zeit, in der der Mensch Steinwerkzeuge verwendete. Die Altsteinzeit (Paläolithikum) betrifft den Zeitraum von ca. 2 Millionen Jahren vor Christus bis ca. 10000 v.Chr.. Dann beginnt die Mittlere Steinzeit (Mesolithikum). Mit Jungsteinzeit bezeichnet man den Zeitraum zwischen 10000 und 2000 v. Chr.


Steiringen

s. Largau


Straßennamen

Zur Einführung von Adressen nach Straßennamen siehe unter Brandkassennummern


Streitheide

nach dem Flurstück benannt.


Sudweyher Heide

Der Siedlungsbereich „Sudweyher Heide“ bzw. „Sudweyhe-Heide“ wird 1910 von dem Lehrer der Heidschule, Hermann Bauer, folgendermaßen beschrieben: [AGW S-SH Nr.1; S.12- 15] „Der Schulort Sudweyherheide bildet mit Sudweyhe ein gemeinsames Dorf. Er wird allgemein ‚die Heide’ genannt und liegt südlich von dem eigentlichen Dorfe. […] Im Osten der Heide grenzt die Rieder-, im Westen die Barrier- und die Kirchweyher-Feldmark an diese heran. […] Der Schulort gliedert sich in mehrere Teile, die je einen besonderen Namen führen. Sie heißen: ‚vor den Hüsen’, ‚Heidstraße’, ‚Sünnenbarg’, ‚achter dem Busch’. Die erste Gruppe ‚vor den Hüsen’ gehört nicht zu dem Schulbezirk der Heide, sondern die Kinder aus diesen Häusern besuchen die alte Schule im Dorfe. Auch die Häuser an der Syker-Chaussee, Damm genannt, gehören größtenteils zum Dorf.“

 

Um 1585 lagen im Heidegebiet der Dorfschaft Sudweyhe nur zwei Gehöfte – der Kötnerhof des Albert auf dem Moor und der Brinksitzerhof des Otto Borgstedt, heute Heidstraße 57 (früher Sudweyhe Nr. 50). Wie „Albert ufm Mohr“ unterstand auch „Otto Borchstede“ der Grundherrschaft des Landesherrn, vertreten durch das Amt Syke, sprich durch dessen Verwaltung auf dem Syker Amtshof. Der Kleinbauer bewirtschaftete „2 stücke landes“. Er zahlte einen Meierzins in Höhe von ½ Bremer Gulden und lieferte 1 ½ Himten Roggen als Zehnt nach Syke.

 

Moormanns Hof ist fraglos der ältere von beiden. Schon 1521 wird als Besitzer „Hinrick Bodeker upten More“ erwähnt. In dem 1530 erstellten Verzeichnis „der herschoppe lude“, welches die Namen derjenigen Bauern enthält, die der Grundherrschaft der Hoyaer Grafen unterstanden, erscheint der Hofbesitzer nicht. Ein Indiz dafür, dass die Kötnerstelle möglicherweise identisch war mit dem Moermannhof in Sudweyhe, den 1445 das Bremer Benediktinerkloster St. Pauli als Schenkung erhalten hatte?

 

Das Paulskloster befand sich auf einem Dünenhügel vor dem Ostertor, sprich außerhalb des von der Stadtmauer gesicherten Bereiches. 1523 wurde es von Bürgern niedergerissen - mit Ausnahme der Wirtschaftsgebäude, die seither den Mönchen als Unterkunft dienten. Während Bremen, das auf evangelischer Seite in den Schmalkaldischen Krieg eingetreten war, im Frühjahr 1547 eine Belagerung durch kaiserliche Truppen drohte, suchten die Mönche innerhalb der Stadtmauern Schutz. Daraufhin wurden die letzten Reste ihres Klosters abgerissen. Der ansehnliche Besitz des Paulsklosters geriet in die Hände des Bremer Erzbischofs und des Domkapitels sowie der Grafen von Oldenburg und Hoya. In der Grafschaft Hoya war dem Güterraub u.a. folgende Episode vorausgegangen: Graf Jobst von Hoya hatte um 1525 die Reformation in seiner Grafschaft eingeführt. Als sich kurz darauf die Mönche des Paulsklosters weigerten, zu einem von den hoyaischen Ständen bewilligten Landschatz beizutragen, verhinderte der Graf, dass die Klosterbrüder weiterhin die ihnen zustehenden Abgaben und Dienste aus den Ämtern Syke und Hoya bezogen. Nachdem sie 1528 ihren Steueranteil gezahlt hatten, gab Jobst die Besitzungen des Paulsklosters in den beiden Verwaltungsbezirken wieder frei. [H.Greve]


Swing Combo

Die Swing Combo ist Anfang der 60er Jahre aus der Jahns-Combo hervorgegangen.