Bubingas

Peer Hansemann/Heinz Tödtmann

Die Bubingas sind:

 

Acht Blasmusiker, Sängerinnen und Sänger sowie eine Rhythmusgruppe bestehend aus Bass, Gitarre und Schlagzeug bilden DAS Party-Blasorchester des Nordens!

 

Durch die klassische Blasmusikbesetzung haben die Bubingas mit ihrem Repertoire einen einzigartigen Sound entwickelt, der sich bereits über Jahre in der norddeutschen Tiefebene einen Namen gemacht hat. Neben dem traditionellen Blasmusikprogramm sind aktuelle Party-Hits sowie Fetenklassiker, die eigens für die Bubingas arrangiert wurden, Teil des Programms. Mit diesem Mix an Musikstücken sind die Bubingas ein Stimmungsgarant für nahezu jede Veranstaltung, für Ihre Privatfeier, für Schützen- und Oktoberfeste sowie für Gala- und Firmen-Events.

 

"Auf die Bänke fertig los"

Vorgeschichte

Es begab sich zu einer Zeit irgendwann in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, in der man als junger Mensch bei der Auswahl an Freizeitbeschäftigungen nur begrenzte Möglichkeiten vorfand. Dieser Umstand stellte sich für junge Menschen sogar noch schwieriger dar, sofern sie nicht in der Stadt, sondern in ländlichen Gegenden, genauer gesagt innerhalb von "Ansammlung weniger Häuser" lebten. Neben "Treckerfahren" gab es eigentlich nur drei Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachzugehen: Schützenverein, Feuerwehr und Sportverein (hier selbstverständlich vorrangig Fußball). Ende! Computer-Gedöns und Internet(z) gab es nicht, Twix hieß noch Raider und Steinhäger war als Grundnahrungsmittel gesellschaftlich anerkannt.

Das wäre die einzige ernsthafte Alternative zur Musik der Bubingas!

In diesem behüteten Umfeld wuchsen in einem kleinen Ort südlich der Hansestadt Bremen junge Menschen heran, die das unbeschreibliche Glück hatten in einer Gemeinde aufzuwachsen, in der neben den genannten Freizeitmöglichkeiten die Blasmusik hinzukam. Es gab (und gibt) ein Blasorchester im Ort, in dem Jugendliche ihre musikalischen Fähigkeiten, insbesondere im Bereich der Volksmusik, entwickeln konnten. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der weltweite Musikmarkt allerdings deutlich mehr in Richtung sog. Beat-Musik (Rock, Pop, ...), was die gemeine Landbevölkerung seinerzeit meist abwertend als "Hottentotten Musik", "Grimms-Märchen" oder schlicht als "inglischen Krom" (Hochdeutsch: englischer Kram ~ Musik mit englischsprachigen Texten) abtat.

 

Somit blieb man bei der Volksmusik, was zum einen die weitere Nutzung der teuren Blasinstrumente sicherte und zum anderen den ungenierten Steinhäger Konsum auch zukünftig legitimieren sollte.

 

Die Anfänge

 

Am Anfang formierten sich die Bubingas je nach Bedarf mit bis zu zehn Blasmusikern, die frei nach dem Prinzip "Freiwillige vor" antraten. Auftrittsmöglichkeiten gab es ausreichend: z.B. beim Schützenfest, schön zu Kaffee und Kuchen, bei runden Geburtstagen als Ständchen sowie gern mal bei Laternenumzügen im Ort oder in benachbarten Ortschaften.

 

Musikalisch gesehen orientierten sich die jungen Bubingas zunächst an dem, was man von einer anständigen Blaskapelle erwartete. Praktischerweise gab es schon Notenmaterial, das sich in Form von in Marschbüchern zusammengestellten Kollektionen anbot und von Blaskapellen deutschlandweit verwendet wurde. Diese Marschbücher waren zudem auch noch leicht zu transportieren und selbstverständlich marschgabeltauglich. Die Anforderung einer Marschgabelvorrichtung beim Neukauf eines Blasinstruments stellt sich allerdings seit den 90er Jahren für den einen oder anderen Musikalienhändler als größere Herausforderung dar, da das Marschieren an sich und insbesondere das Marschieren mit Instrument deutlich an Bedeutung verloren hat.

 

Die Zusammenstellung der Musikstücke in solchen Marschbüchern lässt sich irgendwo zwischen traditionell und historisch einordnen. Titel wie "Stelldichein in Oberkrain" oder "Happy Marching Band" (hochdeutsch: Glückliche Marschkapelle) waren schon gewagt, wenn nicht sogar provokativ. Streute man aber "Hermann Löns, es brennt die Heide", "Ein Prosit der Gemütlichkeit" und "zickezacke zickezacke heu heu heu" geschickt ins Programm ein, war die Welt wieder in Ordnung.

 

So waren die Bubingas über Jahre fleißig unterwegs, sie dankten Gott für die Erfindung der Blasmusik, vor allem aber für das ungeschriebene Gesetz: "Musiker haben Getränke frei".

 

Und so waren sie glücklich und zufrieden. Bis....

 

 

 

Der Durchbruch

 

... bis zum Telefonanruf eines befreundeten Festwirtes, der bereits in zweiter Generation ein Festzelt auf einem in der Region jährlich stattfindenden Volksfest betreibt. Nachdem die Blaskapelle, die in diesem Festzelt jahrelang (womöglich ebenfalls in zweiter Generation) das Publikum mit perfekt intonierter Volksmusik unterhalten hatte, ihren Dienst quittierte, musste für das Folgejahr Ersatz gefunden werden.

 

"Warum also in die Ferne schweifen, wenn das Glück doch so nahe ist?" Das dachte sich der befreundete Festwirt zum Glück für die Bubingas und engagierte die Band für das folgende Jahr. Ob der befreundete Festwirt den Wahrheitsgehalt dieses schönen Sprichwortes je in Frage gestellt hat, ist nicht bekannt. Tatsache ist aber, dass die über Jahre gewachsene freundschaftliche Zusammenarbeit für sich spricht. Bei den Vertragsverhandlungen wurde man sich seinerzeit auch schnell einig, ausschlaggebend war letztlich der Passus "Musiker (und Schlagzeuger) haben Getränke frei".

 

Über die Jahre konnten die Bubingas eine Menge Erfahrungen sammeln und haben sich inzwischen auch überregional, von Hannover bis Helgoland und von Bielefeld bis Berlin, einen Namen gemacht.

 

Freuen Sie sich gemeinsam mit den Bubingas darauf, wenn es wieder heißt:

"Zickzacke Zickzacke Heu Heu Heu"

"Prost Ihr Lieben - Prost Du Sack!"

"Einer geht noch ..."

"Ein Prosit der Gemütlichkeit"

"Tüdelüdelüt, ZACK, volle Granade Renade..."

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