Bariumcarbonat

Um eine rote Ziegelfarbe herzustellen, wird beim Brennvorgang Bariumcarbonat beigegeben.


Bauermeister

gewählter Vorsteher einer Bauerschaft. Vertritt die Bauerschaft in allen Angelegen-heiten gegenüber dem Amt. Nimmt Polizeifunktionen in der Bauerschaft wahr (Ordnung, Sauberkeit, Sicherung vor Feuer, gebührliches Benehmen). Meldet Ver-stöße an den Vogt oder das Amt. Setzt Anordnungen des Amtes durch. Verwaltet das Vermögen der Bauerschaft. Kümmert sich um das Armenhaus.


Bauerschaft

im Königreich Hannover die kleinste Verwaltungseinheit. Bis 1852 waren Leeste, Kirchweyhe, Sudweyhe, Lahausen, Jeebel, Ahausen, Melchiorshausen, Hagen, Angelse und Hörden sowie Erichshof Bauerschaften. Eine Bauerschaft wählte einen Bauermeister. In der Verwaltungsreform von 1852 wurden die Bauerschaften zu Landgemeinden, die die kleineren Bauerschaften mit umfassten: Kirchweyhe mit Dreye und Lahausen. Sudweyhe mit Jeebel und Ahausen. Leeste mit Melchiorshausen, Angelse, Hörden und Hagen sowie Erichshof als selbständige Gemeinde.


Bayerisches Format

Ziegelformat 29,5 cm x 14,5 x 6,5 cm ; 34,0 x 16,5 x 7,0 cm


Begander, Heike

Heike Begander ist 2017 zur Weyherin des Jahres gewählt worden. Sie erhielt diese Auszeichung für ihre Verdienste als „personifizierte Elternarbeit“, so Bürgermeister Andreas Bovenschulte. Herausgestellt wurde ihr Engagement in Kindergarten und Schule, im Förderverein dieser Einrichtungen, im Gemeindeelternrat, im Schulausschuss, im Kreiselternrat sowie in der Agendagruppe Mobilität. Die Mutter zweier inzwischen erwachsener Töchter begann vor 22 Jahren, sich an der Kita Lahausen ehrenamtlich zu engagieren. „Heike Begander hat unzählige Briefe an die Gemeinde, die Landesschulbehörde und das Kultusministerium geschrieben, um sich für die Belange der Kinder unserer Gemeinde einzusetzen“, heißt es in der Begründung der Entscheidung für sie als Preisträgerin. 



Besteder

 Güterbesteder


Billunger

die Billunger waren ein sächsisches Adelsgeschlecht mit Herrschaftszentrum in Lüneburg, das von 936–1106 über fünf Generationen die Herzöge in Sachsen und 933–976 die Bischöfe von Verden stellte, ehe die Herzogslinie 1106 mit Herzog Magnus im Mannesstamm ausstarb. Nach seinem Tod wurde der Besitz aufgeteilt: Das Herzogtum fiel an Lothar von Supplinburg (auch Süpplingenburg), den späteren Kaiser, die Familiengüter durch die Ehen der Töchter des Herzogs an die Askanier und Welfen, die dadurch ihre vorherrschende Stellung in Sachsen und Thüringen begründeten. Der Name des Geschlechts ist nicht zeitgenössisch. Die moderne Geschichtswissenschaft leitet es von Billung ab, dem allerdings erst im 13. Jahrhundert in der Chronik des Michaelisklosters zu Lüneburg erwähnten, angeblichen Vater von Hermann Billung. Die ältere Forschung unterteilte noch in die älteren und jüngeren Billunger, wobei ein verwandtschaftlicher Zusammenhang zwischen den Angehörigen der beiden Gruppen nicht nachweisbar ist. [Qu: wikipedia]


Birkhuhnweg

hier stand früher die Melchiorshauser Windmühle


Blauer Werder


Block, Karl


Blohm, Ernst Heinrich

Ernst Heinrich Blohm war Oberlandbaumeister in Aurich. Er wuchs in Dreye auf dem Hof Blohm auf. Er baute die Kirche in Freiburg (Land Kehdingen an der Unterelbe). Ab 1839 war er in Aurich tätig, wo er bis 1865 zum Oberlandbaumeister aufstieg. Er baute die Domänenplätze Groß-Burhafe und Loquard, die Amtshäuser in Leer und Weener, das Gefängnis auf Norderney und die Navigationsschule in Timmel. Nicht realisiert wurde sein Entwurf für das von König Georg V. angeordnete Mausoleum der Cirksena in Aurich. 1851 wurde er mit dem Abriss und Wiederaufbau des Schlosses zu Aurich beauftragt. Auf den alten Fundamenten wurde das Schloss nach seinem Entwurf mit einem mittig gesetzten Turm wieder aufgebaut. [Qu: wikipedia / Walter

Deeters]


Blutgericht zu Verden

der Legende nach, sollen auf Befehl Karls des Großen damals auf einen Schlag 4500 Sachsen in der Allerstadt hingerichtet worden sein.


Böcker, Manfred

Für sein außerordentliches Engagement erhielt Manfred Böcker am 2. Juni 2016 die Auszeichnung "Weyher des Jahres 2015". In seiner Laudatio würdigte Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte im vollbesetzten Ratssaal das langjährige und äußerst vielfältige ehrenamtliche Engagement Böckers für die Gemeinde Weyhe. Vorbildlich ist sein Einsatz für den Natur- und Umweltschutz und damit für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen. Er gründete die NABU-Ortsgruppe Weyhe und leitete sie viele Jahre lang als Vorsitzender. Auch auf regionaler Ebene ist er für den Natur-und Umweltschutz aktiv, unter anderen im NABU-Kreisverband und in der Stiftung Naturerbe im Landkreis Diepholz. Manfred Böcker war Gründungsmitglied des Fördervereins Partnerschaft Weyhe-Madona und hat 18 Jahre lang als Vorsitzender seinen Beitrag zur Völkerverständigung in Europa geleistet. Er ist langjähriges Vorstandsmitglied in der Felicianus-Kirchengemeinde und in diesem Rahmen unter anderem an der Organisation des beliebten "Gottesdienst auf dem Felde" beteiligt. Daneben war Herr Böcker noch zehn Jahre lang als Bürgerbus-Fahrer tätig und er ist aktiver Unterstützer der Initiative "Gut tun macht Schule" des Sozialverbands Deutschland. Manfred Böcker ist aufgrund seiner langjährigen Aktivitäten für viele Menschen zu einem "Gesicht des ehrenamtlichen Engagements" in Weyhe geworden.

Die Auswahljury wählte ihn für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement einstimmig zum „Weyher des Jahres 2015“.

 (Qu.: Weyhe.de)


Bötersheim Bötersen

Ort bei Tostedt. Das Gut Bötersheim (oder Bötersen) wurde von der Familie von Weyhe (Arp und Lucke geb. Frese) gegründet und bis Anfang des 20. Jahrhunderts besessen. Es war zeitweise unterteilt in Alt-Bötersheim und Neu-Bötersheim.



Böttcherei

Benannt nach dem Hof Bötjer (schon im 18.Jahrhundert)


Böttchermoor

Schlatt im Wäldchen an der Böttcherei, auf der Grenze zwischen Leeste und Melchiorshausen. Das Große Böttchermoor heißt auch Esdohrs Moor und wurde in den 1950er und 60er Jahren zum Baden genutzt. Das kleine Böttchermoor heißt auch Rath-Moor und wurde früher zur Flachsrotte genutzt. Es ist oft trocken. Es ist die Kinderstube von tausenden von Amphibien, darunter auch seltenen Exemplaren.


Bombentrichter

In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg war es üblich, die vielen, inzwischen mit Wasser vollgelaufenen Bombentrichter mit Bauschutt zu verfüllen, bis Gras darüber gewachsen war. Das war überaus pragmatisch und ein schlechtes Gewissen dabei hatte niemand.


Borgsee

Kirchweyher See oder auch Sudweyher See. In der Landesaufnahme von 1773 wird der See als Borgsee eingetragen. Vermutlich, weil hier die Weyher Burg gestanden haben soll.


Bovenschulte,

Dr. Andreas (SPD)

Dr. Andreas Bovenschulte, geboren in Hildesheim im Jahre 1965 hat nach Abitur, Zivildienst als Rettungssanitäter und einem Jahr beim Richmond Fellowship in London 1987 sein Studium der Rechtswissenschaften aufgenommen. Nach Abschluss wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen, 1998 die Promotion zum Dr. jur. mit einem kommunalrechtlichem Thema. Von 2007 bis 2014 zunächst stellvertretender Bürgermeister in der Gemeinde Weyhe, danach Bürgermeister von Weyhe. Um Bürgermeister von Bremen zu werden, war formell seine Abwahl in Weyhe durch den Gemeinderat erforderlich. Seit dem 15. August 2019 Bürgermeister und Präsident der Freien Hansestadt Bremen, Senator für Kultur, Senator für Angelegenheiten der Religionsgemeinschaften.


Bovo

Holländer, der im 12. Jahrhundert die Bruchländer zwischen Dreye und Kirchweyhe trocken gelegt und mit Colonisten besetzt hat. Konnte die Länder verkaufen und erhielt den Zehnten vom Zehnten aus diesen kultivierten Bruchländern.


Boxring 46

Am 6. Juli 1946 wird in der Gaststätte Rohlfs in Kirchweyhe, gestützt auf die seit 1928 gesammelten Erfahrungen bewährter Funktionäre und aktiver Kämpfer der Boxring 46 gegründet. Karl Schöning aus Dreye hatte 26 Interessierte zu dieser Veranstaltung eingeladen. Die von Schöning bereits ausgearbeitete Satzung und der von Hans Oldenburger vorgeschlagene Vereinsbezeichnung Boxring 46 wurden akzeptiert.


Brandkassen-nummern

Am 24. Dezember 1755 erließ der britische König Georg III., zugleich Kurfürst von Hannover, eine „Verordnung wegen der in der Grafschaft Hoya u. Diepholz errichteten Brand-AssecurationsSocietät“. Verfügt wurde u.a.: „Alle, denen gemeine Lasten unterworffenen Bauer-Höfe sollen ohne einige Ausnahme in die Brand-Societät eingeschrieben werden.“ Eine PflichtFeuerversicherung also, als deren Gründungsdatum gemeinhin der 2. Januar 1756 gilt, doch bestand bereits seit mehreren Jahren eine „Brand-Assecurations-Gemeinschaft“ der Grafschaften Hoya und Diepholz mit der 1750 gegründeten Brandkasse des Fürstentums Calenberg. Die Versicherungsnehmer des Amtes Syke wurden offenbar 1753 erstmals in einem vollständigen Verzeichnis, einem „Brandassecuationskataster“, registriert. Jedes Haupthaus erhielt eine eigene Nummer, für die Nebengebäude wurden Buchstaben vergeben. Die in den Versichertenverzeichnissen festgeschriebenen Ziffern wurden zu regulären Hausnummern.

 

Bedingt durch den Siedlungszuwachs wurden während des 19. Jahrhunderts vor allem in größeren Orten die Brandkassen- bzw. Hausnummern ganz oder teilweise neu vergeben. Demzufolge veränderten sich nach der Neufassung der Brandversicherungskatatster in den Jahren 1787 und 1823 in einigen Orten die Nummernfolgen teilweise – wie in Ahausen - oder sogar vollständig.

 

Anders als in Calenberg oder Grubenhagen bestand in den Grafschaften Hoya und Diepholz zunächst keine Vorschrift, die Gebäude mit den in den Brandversicherungskatastern registrierten Nummern und Buchstaben zu versehen. Anfang 1843 gab die Landdrostei Hannover lediglich eine Empfehlung, Bleche anzubringen, „auf welchen die BrandAssecurations-Nummer mittelst Öl-Anstrichs angegeben“ wird. Erst im März 1857 drängte das hannoversche Innenministerium auf „die allgemeine Einführung fester Hausnummern“, die sich „auch für verschiedene Zweige der öffentlichen Verwaltung als Bedürfniß herausgestellt“ habe. „Der Regel nach“, so lautete ein wohlgemeinter Rat, „ist als Hausnummer die bestehende Brandcassennnummer zu wählen.“ Im Amt Syke folgte man diesem Vorschlag und legte darüber hinaus fest, dass die anzubringenden Nummern „weiß auf schwarz gezeichnet werden“ sollten.

 

Die Amtsversammlung des Amtes Brinkum zu Syke beschloss daraufhin, „daß die jetzt vorhandene Nummernreihe, welche aus der Brandversicherung der einzelnen Häuser hervorgegangen beizubehalten, da nur sehr wenige Veränderungen u. Abweichungen davon eingetreten, die Assecurationsnummern auch den Hypothekenbüchern zum Grunde liegen“. Die Häuserlisten sollten „nach den Ortschaften der einzelnen Gemeinde abgesondert geführt werden“, die Nummern „weiß auf schwarz gezeichnet werden“.

 

Im Dezember 1950 erhielt die Gemeinde Sudweyhe – allerdings nicht der Ortsteil Ahausen - erstmals reguläre Straßennamen (siehe Allgemeiner Anzeiger, Brinkum, v. 18. Dezember 1950), wobei die alten Hausnummern unangetastet blieben, d.h.: es erfolgte keine Durchnummerierung innerhalb der jeweiligen Straßen. Die am 1. März 1974 wirksam gewordene Gemeindereform, durch die Sudweyhe, Leeste und Kirchweyhe zur Einheitsgemeinde Weyhe zusammenschlossen wurden, erzwang die Umbenennung mehrerer Straßen. [H. Greve]


Brauckmüller, Christian

Laut Protokoll der Gemeindeversammlung vom 7.April 1906 wurde „Christian Brauckmüller in Anbetracht seiner Goldenen Hochzeit das Ehrenbürgerrecht in der Gemeinde Leeste einstimmig verliehen“. Von Brauckmüller ist nur bekannt, dass er seit 50 Jahren ein Geschäft in Leeste betrieb. Im Verzeichnis der Gewerbetreibenden von 1848 ist er als Kaufmann und Topfhändler eingetragen. Er war mit Hanne Sophie Habenicht verheiratet und starb 1908 im 96. Lebensjahr in Kirchweyhe. [H. Greve]


Bremer Mark

s. Bremer Münzen


Bremer Münzen

Bremer Mark

In einem 1579 erstellten Abgabenverzeichnis des Amtes Syke und im Lagerbuch des Kirchspiels Heiligenfelde von 1680 kommen 32 Grote auf eine Bremer Mark, während 1579 ein Bremer Gulden (s.u.) 36 Grote galt.

Bremer Taler

Im Erbregister des Amtes Syke von 1585 mehrfach erwähnt. Er wurde 1579 zu 49 Grote gerechnet, Ende des 18. Jahrhunderts zu 72 Grote oder 288 Pfennig. Siehe auch Peter Koster, Chronik der Kaiserlichen Freien Reichs- und Hansestadt Bremen 1600-1700, bearb. u. hrsg. v. Hartmut Müller, Bremen 2004, S. 467: Koster gibt an, dass im Jahr 1560 in Bremen 1 „Reichsthaler in specie“ 49 Grote galt, 1604 55 Grote.

Groten, die Grote

Bremische Münze, die bis ins 19. Jahrhundert auch im Amt Syke als Zahlungsmittel benutzt wurde. In dem 1680 erstellten Lagerbuch des Kirchspiels Heiligenfelde tauchen in der Auflistung von Steuern und Abgaben sowohl Grote als auch Mariengroschen auf.

1 Groten = 5 Schwaren

2 Grote = 1 Mariengroschen

3 Grote = 1 Guter Groschen

72 Grote = 1 Reichstaler

1 Reichstaler in specie in Bremen (lt. Peter Koster, Chronik der Kaiserlichen Freien Reichsund Hansestadt Bremen 1600-1700, bearb. u. hrsg. v. Hartmut Müller, Bremen 2004, S. 467)

 

 

 

 

 

= 49 Grote in 1560 55 Grote in 1604; seit Juni 1609 erneut gestiegen 60 Grote in 1616 64 Grote in 1618

66 Grote im November 1618 72 Grote im Oktober 1619 78 Grote im August 1620 80 Grote im Februar 1621 87 Grote im Mai 1621

Gulden

Im Bedeschatzregister von 1521 werden Gulden als Zahlungsmittel angegeben. Als Abkürzung erscheint „fl“= floren. Der Goldgulden wurde zuerst (seit 1252) in Florenz geprägt.

Laut Heinrich Meyerholz war im Bedeschatzregister der zu 39 Bremer Grote gerechnete Goldgulden gemeint.[lxix]

Bezogen auf das Abgabenverzeichnis des Amtes Syke von 1579 und das Syker Erbregister von 1585 lassen sich folgende Angaben machen:

1 Goldgulden = 54 Grote

1 (Bremer) Gulden = 36 Grote (galt bei allen Abgaben, die 1579 und 1585 in Clues, Rehrßen und Hude verzeichnet wurden)

 

Gute Groschen, auch: Gutegroschen; Abkürzung: ggr

24 Gute Groschen = 1 Reichstaler

1 Guter Groschen = 3 Grote = 1 ½ Mariengroschen = 12 Pfennig

 

Mariengroschen Abkürzung: mg

36 Mariengroschen = 1 Reichstaler

1 Mariengroschen = 2 Grote = 2/3 Gute Groschen = 8 Pfennig

 

Mariengroschen wurden im niedersächsischen Raum geprägt, erstmals 1503 in Goslar. Auf einer Seite war eine stehende Muttergottes dargestellt, die der Münze ihren Namen gab. Im Verlauf des 16. Jahrhunderts erfuhr der Mariengroschen eine ständige Wertverminderung und sank schließlich zur Scheidemünze (Kleinmünze, deren Nennwert höher ist als der Metallwert) ab.

 

Mark (seit 1871)

Münzeinheit der deutschen Reichsgoldwährung, durch die in den 1870er Jahren die bis dahin gültigen Landesmünzen des früheren Königreichs Hannover nach und nach außer Kurs gesetzt wurden. Daneben galt bis 1907 der Taler formal weiterhin als Währungsmünze, wobei 3 Mark zu je 100 Pfennig auf 1 Taler kamen.

 

Pfennig

1 Reichstaler/Taler im Königreich Hannover (bis 1857) = 288 Pfennig; ab 1857: 1 Taler = 300 Pfennig. Abkürzung für Pfennig: d = Denar(ius). Das lateinische denarius bedeutet „je 10 enthaltend“.

 

Reichstaler

1 Reichstaler = 72 Grote = 36 Mariengroschen = 24 Gute Groschen = 288 Pfennig; ab 1857 galt im Königr. Hannover: 1 Taler = 30 Groschen zu je 10 Pfg. Der Reichstaler, eine silberne Großmünze, wurde im 16. Jahrhundert geschaffen und entwickelte sich zur Hauptwährungsmünze in Deutschland . Seit einem 1566 erfolgten Reichsabschied hieß sie „Reichsthaler“ oder „Thaler“.

 

[ H. Greve] 


Bremer Taler

s. Bremer Münzen


Brinksitzer

Klasse von Hofbesitzern im Feudalsystem: Ein Brinksitzer hat meist nur ein kleines Grundstück (ursprünglich wohl auf dem Brink). Weitere Unterteilung in Kleinbrinksitzer und Großbrinksitzer


Bronzezeit


Bruch

feuchtes Gebiet, Sumpf, oft mit Erlenwald. Wikipedia: (das oder der Bruch; Aussprache in der Regel bzw. ursprünglich mit langem [uː], laut Duden aber auch kurz [brʊx]) ist eine Bezeichnung für Sumpf- oder Moorland und – in regionalen Variationen – Bestandteil vieler Flur- und Siedlungsnamen. Ein Bruch mit Baumbe-stand bildet einen Bruchwald


Brüning, Gerd

Gerd Brüning - Weyher des Jahres 2007

Gerd Brüning betreibt mit seiner Ehefrau einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Schwerpunkt Milchviehhaltung und intensiver Direktvermarktung. Für seine Nachbarn ist er bei vielen Anliegen Ansprechpartner und hilft mit einem guten Rat oder tatkräftiger Unterstützung. Auf seinem Hof betreibt Gerd Brüning außerdem eine Grüngut-Sammelstelle.

Gerd Brüning (rechts) mit Bürgermeister Frank Lemmermann (Foto: Volkmar Joswig)In den eingereichten Vorschlägen wurde immer wieder der jahrelange Einsatz Gerd Brünings für Kinder und für die Jugend angesprochen. So sind die Kinder des Kindergartens Lahausen gern gesehene Gäste auf seinem Hof. Den Hortkindern hat er sogar einen eigenen kleinen Acker inklusive der Bewässerung zur Verfügung gestellt. Sie können selbst Kartoffeln pflanzen, ernten und selbstverständlich auch mit nach Hause nehmen. Vielen Schülern wird der Hof von Gerd Brüning und seiner Familie durch die Ferienkistenübernachtungen und verschiedenen Aktionen rund um den Bauernhof lange in Erinnerung bleiben.

Anderen, vor allem Kindern und Jugendlichen, die Landwirtschaft und das Leben mit der Natur nahe zubringen, zieht sich wie ein roter Faden durch das Leben von Gerd Brüning. So hat er sich auch als Ausbilder in der Landwirtschaft einen Namen gemacht und bis heute bereits 35 Lehrlinge und Praktikanten in seinem Betrieb ausgebildet. Durch die familiäre Atmosphäre bei den Brünings verbringen die meist von außerhalb stammenden Auszubildenden ein lehrreiches aber auch angenehmes Jahr in Lahausen und behalten die Gemeinde Weyhe in bester Erinnerung.

Auch im sportlichen Bereich ist Gerd Brüning im TSV Weyhe-Lahausen vor allem für die Jugend aktiv. Gerd Brüning ist Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Lahausen und im DRK. Er unterstützt das „Kinderhospiz Löwenherz“.

Gerd Brüning ist seit vielen Jahren im Kirchenvorstand der ev. luth. Felicianus-Kirchengemeinde. Er spielt seit frühester Jugend im Posaunenchor der Kirche. Die Laienspielgruppe Theater 69, in der er früher selbst als Darsteller mitgewirkt hat, begleitet er heute als Moderator. Der Weyher des Jahres 2007 unterstützt schon lange die Sternsingeraktion mit großzügigen Spenden. Gerd Brüning ist es zu verdanken, dass die Andacht auf dem Feld am Heiligen Abend, nach dem Wegzug von Pastor Ähnelt, weitergeführt wurde. Heute ist dieser Got-tesdienst ein fester Termin in der Gemeinde.

Manfred Böcker, Gast der Auszeichnungsveranstaltung am 28. Mai 2008 im Weyher Rathaus, sagte über den Weyher des Jahres 2007: „Gerd Brüning ist einer, der zur Stelle ist, wenn sein Sachverstand, seine Muskelkraft oder sein Trecker gebraucht werden, und der Schulklassen und Kindergärten für die Landwirtschaft sensibilisiert. Er verdient die hohe Auszeichnung.“ (Qu.: Weyhe.de)


Burglehen

ein Lehen, das direkt von den Grafen auf der Burg in Hoya vergeben wurde und mit (Kriegs-)Diens-ten für die Grafen von Hoya verbunden war


Burg Weyhe

in den Stader Annalen wird die Zerstörung der Burg in Weyhe („castrum wege“) durch Graf Christian von Oldenburg im Jahre 1167geschildert. Wo die Burg genau lag, ist nicht überliefert. Eine Lage nahe des Kirchweyher Sees ist wahrscheinlich. Sie war wohl „herzöglich“, d.h. unterstand dem Herzog Heinrich von Sachsen („der Löwe“). Sie könnte zum Besitz des Grafen Christian von Mackenstedt gehört haben, oder zum Besitz der „von Weyhe“.


Busch, Dirk

Bereits mit 14 stand Dirk Busch auf der Bühne, als Klarinettist in einer Dixielandband, später als Sänger, Gitarrist und Saxophonist. Er verdiente sich damit das Geld für sein Studium der Soziologie, Volkwirtschaft und Psychologie. Mit 25 war er bereits Dr. rer. pol. und drei Jahre später Soziologie-professor an der Uni Bremen. In den 80er Jahren begann seine Karriere als Songschreiber und Sänger. Er schreibt viele Chansons und Balladen, immer geht es dabei um die Endlichkeit unserer menschlichen Existenz. Titel wie "Du bist keine Mona Lisa" sind unvergessen. Nicht selten bringt er auch eine gewisse Selbstironie mit ein. Das alles kommt gut an und so veröffentlicht Dirk Busch mehrere hundert Titel in sechs Sprachen. Neben eigenen Titeln schreibt und produziert er auch für eine Viellzahl deutscher und internationaler Künstler. 2016 erhielt er den Kulturpreis des Landkreises Dienholz..