Uncle Snake

Peter Barthold Schnibbe/Heinz Tödtmann

 

Uncle Snake, eine Band aus Melchiorshausen

 

1999 gilt als das offizielle Gründungsjahr der Band „Uncle Snake“, wobei es uns zu Beginn der 90er schon kurz in der ersten Besetzung gab. Aufgrund von Babypause und Krankheit verzögerte sich unser musikalisches Vorhaben um ein paar Jährchen. Michael und ich hatten damals schon bei der Sulinger/Weyher Band „Eugene“ zusammengespielt. Beide lernten wir in dieser Formation den Leadgesang, der uns heute sehr zu Gute kommt und ohne den wir uns das Musikmachen nicht mehr vorstellen könnten.

Unsere erste Besetzung von 1999 bis 2002 bestand aus

  • Michael Thienert: E- und Akkustikgitarren, Gesang und anfangs ein bißchen Akkordeon.
  • Geert Weber: E-Gitarre, Gesang
  • Torsten Gieseke: Bass
  • Peter Barthold Schnibbe: Schlagzeug, Gesang

Der Bandname kam von meinen Freunden aus Kanada, war dort ursprünglich mein Spitzname. Programm war (und ist) Jamrock auf der Basis von Bands und Sängern, die uns gefielen, Geert war die ostfriesische Reinkarnation von Jerry Garcia – wir brachten u.a. Songs von den Grateful Dead, Byrds, Dylan, The Band, Neil Young, den Stones ein; viele persönliche Lieblingsstücke dabei. Geert brillierte musikalisch mit einer Authentizität, die uns anderen mehr und mehr den Mut gab, in dieser Musik unsere Gefühle zu leben, nicht nachzuspielen, sondern eigene Versionen der Songs zu liefern.

Es gab erste Auftritte, öffentlicher Start war in der „Destille“ in Kirchweyhe, die zusammen mit dem „Glashaus“ in Brinkum lange Zeit unser Heimspielplatz war. 2001 stieß Ralph Hunziger an Keyboards und Gesang dazu und bis Ende 2002 spielten wir zu fünft – Songs von Procol Harum, Pink Floyd und andere kamen dazu, dazu auch ein paar eigene Stücke. Ralph hatte vormals in der DDR in der „Turmband“ gespielt. Ende 2002, eine Woche vor dem Auftritt im „El Matador“, trennten sich Geerts und unsere Wege. Wir setzten alles auf eine Karte, Michael und ich übernahmen komplett den Leadgesang und legten einen feinen Auftritt in dem Jetzt-erst-recht-Feuer hin.

Bis 2015 blieben wir zusammen, die Band wurde mehr und mehr zur Familienband unter Freunden, das musikalische Spektrum erweiterte sich noch einmal, REM, Steely Dan, Steve Miller Band, Gov´t Mule und mehr. Bis heute bleibt das für uns Wichtigste, die Musik zu leben, auch musikalisch miteinander zu sprechen. Und der Funke springt aufs Publikum über – authentisch, ehrlich, handgemacht.

 

2007 nahmen wir mit mobilem Studio ein komplettes Konzert in der „Destille“ auf. Im „Hotel Koch“ gab es einen Auftritt mit unseren Freunden Tim und Lisa von der Bluesband „Uncle Albert“ aus St. Louis in Kirchweyhe.

 

2013 starteten wir unsere Welttournee die uns in die Metropolen unseres Landkreises und darüber hinaus führte: Brinkum – Okel – Kirchweyhe – Melchiorshausen – Angelse – Bremen – Bremerhaven – Worpswede – Seckenhausen – Högenhausen – Syke – Bassum... . In Oldenburg gabs ein Wohnzimmerkonzert, bei „Weyhe total“ waren wir dabei. Auf dem Weyher Umwelttag wurde ein fast komplettes Konzert mitgeschnitten, das auf You Tube abrufbar ist.

Uncle Snake De-Light 2006
Uncle Snake De-Light 2006

Manchmal spielten wir als „Uncle Snake De-light“, als Trio ohne Bass (wenn Torsten unterwegs war) und deutlich zahmer, wie z.B. an der Sudweyher Wassermühle, was auch Spaß machte. Erwähnenswert ist auch der Auftritt zum Dylan Abend in der Barrier Wassermühle, zu viert und unplugged – das war richtig schön. 2015 verabschiedeten wir uns musikalisch auf dem Weyher Bahnhofsfest von Ralph, der der Liebe wegen nach Bayern zog.

Seitdem spielt Roland Hafen an den Tasten, am Saxophon und singt. In der Phase der Einarbeitung enstand ein neuer Snakespross, das Duo „The Two Snakes“, Michael und ich, viel Gesang, ziemlich akkustisch aber dasselbe Repertoire. Bis heute hatten wir so einige wirklich gute Auftritte wie in Bremerhaven, Syke, Carolinensiel... .

2017
2017

In Bremerhaven gabs auch zwei Gigs zur langen Bandnacht und zum Straßenfest in der „Alten Bürger“, ersterer als Trio im „Quartier 159“, Gitarre, Bass, Schlagzeug, richtig gut.

 

Und der zweite als komplette Band, auch gelungen trotz mäßigem Besuch. 2019 haben Michael und ich mit Tim und Lisa als „Albert Snake Band“ drei Songs im Studio aufgenommen, die in den USA veröffentlicht werden sollen – nun mit Corona Verzögerung.

 

Es gibt uns jetzt 21 Jahre und wir hoffen – hier ist Keith Richards eindeutig Vorbild -, das wir noch lange weitermachen dürfen.

 

Zum Schluss noch ein paar persönliche Bemerkungen zur heutigen Besetzung:

Michael Thienert, kam mit 17 zur Rockmusik durch die Liebe zum Klang der E-Gitarre. Seine Helden sind Brian May(Queen) und David Gilmour(Pink Floyd). Spielte vor „Uncle Snake“in diversen Bands aus Weyhe und Bremen. Die Liebe zur E-Gitarre hat ihn auch zum Gitarrenbau gebracht. Inspiriert von Brian Mays selbstgebauter Gitarre hat Michael sein eignes Instrument designt und gebaut, bei einem Queen Konzert in Hamburg dann von May begutachten und signieren lassen. Es folgten weitere Instrumente, Torsten spielt einen von Michael gebauten Bass und Tim aus St.Louis eine der Gitarren. Von 2017 bis 2020 war Michael auch der Sänger der „Orphan Drugs"

Roland Hafen, rheinische Frohnatur, Musikprofessor mit vielseitiger musikalischer Erfahrung, fing mit 5 Jahren an der Blockflöte an, die Welt musikalisch zu entdecken, mit 10 dann am Klavier. Mit 18 gabs das erste Geld als Musiker mit den „Rabbitail Jazz Babies“ aus Bonn, in einer Tanzband und einem großen Kölner Karnevalsorchester. 1990 dann Mitglied der Soulband „Blaues Wunder“ aus Paderborn. Es folgten ein Jazzvokal-Quintett und die Leitung eines Uni Jazzchores. Ab 2005 Mitglied der Fusion Band „MoJazz & Horns“ und ab 2010 Leitung der Uni Bigband Vechta. An bestimmten Musikern hat Roland sich nie orientiert, das Wichtigste für ihn ist das Zusammenspiel, das Entwickeln der Musik, an den Stücken und der Performance zu arbeiten.

Torsten Gieseke, fing mit 17 an Bass zu spielen, Southern und Heavy Musik mit der Schülerband „Asgard“ aus Rheinbach, später Wechsel zu sanftem Jazzrock mit Latintouch 1978. Mit der Band „Agadir“ Vorgruppe der Deep Purple Cover Band „Joe Cool Band“ in der Stadthalle Rheinbach. Dann Rockmusik mit eigenen Stücken. Danach Grunge/Punk, Stücke von Nirvana, Bad Religion, Ramones, Pearl Jam... . Denkenswerter Auftritt 1995 mit unter anderen Johnny, dem Trompeter von Jan Delay. Torstens musikalische Vorbilder sind Gary Thain (Uriah Heep), John Wetton(King Crimson, Uriah Heep) und Chris Squire(Yes).

Peter Barthold Schnibbe, Schlagzeug mit 17. Erste musikalische Schritte in der Bremerhavener Bandszene um 1967, Wechsel in die Pfalz 1968 , Schlagzeuger der Band „Miriam“. Mitte der 70er in Bremen Gründung der plattdeutschen Folkrockband „Hartleed“, Funk-, Fernsehauftritte und zwei Lps, Auftritt in Bremens „Glocke“. Ende der 70er amerikanischer Countryrock mit „Spokane“ (Evelyn Gramel Gesang), Session mit John Cipollina. Ab 1980 Intermezzo bei den „Beathovens“. „Ilse 112“(mit Anke Ulrich/Meyer Gesang – und danke Anke, dass Du mir den Mut gegeben hast, auch Sänger zu werden!), „Eugene“ und heute neben „Uncle Snake“ kleine swingende Ausflüge mit diversen kleinen Jazzformationen, insbesondere als „Ehlers & Schnibbe“ mit Jan-Hendrik Ehlers und maritimem Jazz.Lieblingsbands unter vielen die „Byrds“ und „Runrig“, Lieblingstrommler Gene Parsons (Byrds), Dave Mattacks (Fairport Convention), Iain Bayne (Runrig), Kenny Aronoff und Shelly Manne.

Weser-Kurier vom 08. 09. 2020
Weser-Kurier vom 08. 09. 2020

 

Ich denke, ich kann für uns alle sprechen - Musik ist unser Lebenselexier und wir sind glücklich, sie nicht nur hören sondern auch machen und leben zu dürfen! Das gemeinsame Musizieren ist uns das Wichtigste, seit 21 Jahren nahezu jede Woche, ob Probe oder Auftritt.

 

Peter Barthold Schnibbe

(Uncle Snake, Tel.0421 804461 und über Facebook;

 

Fotos von Grit Schnibbe, Neele Thienert und Jens Rilke)

 

Weitere Infos:

Peter Barthold Schnibbe, Maler

Fotos: Heinz Tödtmann