Heinz Tödtmann
Juli 2026
Nikolauslaufen
Das Nikolauslaufen (früher „Sunnerklauslaufen“) ist ein typisch bremischer Brauch. Am Abend des 6. Dezember zogen Kinder, oft verkleidet und mit Sack oder Beutel ausgestattet, vor dem Gesicht häufig eine Maske aus Pappmachee mit aufgeklebtem Bart von Haus zu Haus. Sie sagten plattdeutsche oder hochdeutsche Nikolaussprüche auf oder sangen Lieder und erhielten dafür Bonbons, Nüsse, Äpfel oder Mandarinen.
Ek bin son littjen König
gev mi nich to wenich
lot mi nich so lange stohn
denn ek mutt noch wietergoon
halihalihalo
so gait no Bremen to
Laternelaufen
Das Laternelaufen hat in Norddeutschland eine lange Tradition. Anders als in vielen katholischen Regionen steht dabei weniger der heilige Martin im Mittelpunkt, sondern das gemeinsame Laternenlaufen mit Liedern wie „Laterne, Laterne“ oder „Ich geh' mit meiner Laterne“. In Niedersachsen sind solche Umzüge seit Generationen ein fester Bestandteil des Herbstbrauchtums.
Für Erichshof ist nachweisbar, dass die Veranstaltung bereits seit vielen Jahren zum Dorfleben gehört. Nach der Corona-Pause wurde sie 2022 wieder aufgenommen, und auch 2024 wurde ausdrücklich vom „alljährlichen Laternelaufen“ berichtet.
"Laterne, Laterne
Sonne, Mond und Sterne
Die Laterne ist so schön
da kann man mit spazieren gehn
in den grünen Wald
wo die Büchse knallt.
Brenne auf mein Licht
brenne auf mein Licht, nur meine liebe Laterne nicht!
Katerne, Laterne ..."
oder
"Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir
da oben da leuchten die Sterne
da unten da leuchten wir.
Unser Licht ist aus
wir geh`n nach Haus
Labummel, labummel, labumm"
HinkePinke
Der Stein wird zunächst ins erste Feld geworfen, sofort danach springt das Kind hinterher. Der Stein mit dem anderen Fuß, der in der Luft hängt, weiter in das nächste Feld verschoben und das Kind springt weiter. Ein Stein oder Hölzchen wird der Reihe nach auf die vorher mit Kreide aufgemalten Felder geworfen. Nun beginnt man der Reihe nach die Kästchen auf einem Bein abzuhüpfen (hickeln). Das Kästchen auf dem der Stein landet, wird ausgelassen. Das 4te und 5te Feld springt man mit zwei Beinen sowie das 7te und 8te Feld.
Schatten
Völkerball
Eigentlich ist dieses Spiel ein reines Kriegsspiel, glücklicherweise sind sich die Kinder dessen gar nicht bewusstDer ursprüngliche Spielgedanke symbolisiert die Schlacht zwischen zwei Völkern, die sich unter ihren Königen in einem Vernichtungskrieg gegenüberstehen. Die abgegrenzten Spielfelder (der Kampfplatz) stellen die Territorien dar. Der Ball dient als Angriffswaffe. Jeder Treffer eines gegnerischen Spielers markiert einen Gefallenen, der aus dem Spielgeschehen ausscheiden muss. Als Gegenwehr stehen den Verteidigern nur das Ausweichen vor den Schüssen oder das Auffangen und damit Unschädlichmachen des Schusses zur Verfügung. Damit verändert sich der Schlachtablauf, indem die Verteidiger zu den Angreifern werden, bis der Ball wieder verloren geht. Das Spiel (die Schlacht) endet mit der vollständigen Vernichtung eines der beiden Völker.[10]Das Spielfeld wird durch die Mittellinie in zwei gleich große, rechteckige Bereiche getrennt. Die Spielfeldgröße variiert je nach Altersgruppe. Bei den Altersgruppen E-C ist die Mittellinie 9 m und sind die Seitenlinien pro Spielfeld 7 m lang. Bei der Altersgruppe B, A und bei den Frauen beträgt die Länge der Seitenlinie pro Spielfeld 9 m (Ausnahmen: Beach-, Kleinfeldvölkerball). Die Teilnehmer sind durch keine sonstige physische Grenze (Netz, Seil o. Ä.) getrennt. Im Folgenden bezeichnet Innenfeld das Innere des Spielfeldes und Außenfeld das Gebiet außerhalb des Spielfeldes, wobei bei Meisterschaften im Vereinsvölkerball nur der Raum hinter der Grundlinie (hinter dem Innenfeld) als Fang- und Wurfraum genutzt werden darf. Eine Partei besetzt eine Seite des Innenfeldes und die gegenüberliegende Seite des Außenfeldes.