Geschichtsgruppe Weyhe
Paul Athmann
Weyhe, Dezember 2020
Zwischen 1957 und den 1970er Jahren wurde auf der Hache ein Paddel-Wettbewerb durchgeführt, der sogenannte Hache-Slalom.
Der Hache-Slalom begann am Waschhaus des Gutes Sudweyhe und endete an der Wassermühle.41 Es wurde aber bis zum Ende des Ellernbruchs weitergepaddelt, bis zur Einmündung in den Kirchweyher See und dann wohl weiter über die Ochtum in Richtung Vereinsheim (siehe Fotos von H.Voigt).
Der Wettbewerb wurde von den Wiking Faltbootwanderern (WFW) ausgerichtet.
[Fotos: Heinz Voigt 1958]42
1958 hält der begeisterte Kanuwanderer und WFW Vereinsmitglied Heinz Voigt den 2. Hacheslalom an den Staustufen der Hache im Ellernbruch fest. Die Staustufen in der Hache erforderten allerdings das Umtragen der Boote, weshalb die Wettbewerbe dann auch wieder eingestellt wurden.
Dr. Willms in Kirchweyhe wurde immer vorgewarnt, damit er bereit war, falls etwas passieren sollte.
Der Slalomwettbewerb auf der Hache (Sudweyher Wassermühle) Anfang der 1970er Jahre.
Der Wasserfall am Mühlen- Wehr hatte einen gewissen Wildwasser-Charakter.
Auch die Familie Vasen nahm am Hache-Slalom teil. Ihr Sohn Wolfram gewann dort auch eine Wertung. Sie fanden den Wettbewerb spannend, auch weil dort immer viele Zuschauer waren.
[Fotos: WFW Vereinschronik]
Auch auf anderen Gewässern fanden Wettbewerbe statt: So wurde auch mal auf dem See am Blauen Werder ein Parcours mit Toren abgesteckt.43
Ein weiteres Foto vom Slalom- Wettbewerb der Wikinger ist im Weyhe-Buch von Wilfried Meyer aus dem Jahre 1999 festgehalten. 44
Ein Faltboot vor dem Hache-Steg (1957)45
Hausschlachtung
Als Hausschlachtung wird in Deutschland eine Schlachtung außerhalb gewerblicher Schlachtstätten bezeichnet, in der Regel am Hof des Tierbesitzers, wobei das erschlachtete Fleisch ausschließlich im eigenen Haushalt des Tierbesitzers verwendet wird. Typisches Tier für eine Hausschlachtung ist das Schwein, doch es werden auch Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde, Hühner, Kaninchen und Esel geschlachtet.
Hausschlachtung von Nutztieren
Eine Hausschlachtung ist eine Schlachtung, bei der ein Nutztier für den Eigenbedarf geschlachtet wird.
Zum Betäuben muss das Tier mit dem Bolzenschussgerät geschossen werden. Dazu drängt sich der Schlachter von der Seite an das Tier, streichelt es beruhigend an Rücken und Nacken und folgt ihren Bewegungen mit dem schussbereiten Betäubungsgerät. Erst wenn das Tier ruhig steht und den Kopf etwas hebt, setzt er den Schussapparat an und drückt ab. Durch das Betätigen des Abzughebels wird dem Tier ein Bolzen ca. 10 cm ins Hirn geschossen und zerstört Teile des Gehirns. Dadurch wird das Tier betäubt und bricht zusammen.
Die eigentliche Schlachtung erfolgt erst durch das Abstechen des Tieres. Beim Hausschlachten geschieht das meist im Liegen. Zum Abstechen kniet sich der Schlachter von hinten auf den Nacken des Tieres, setzt einen Fuß vors Maul und zieht dann den Kopf so weit zurück, bis der Hals sich spannt und schneidet mit einem scharfen Messer die Kehle durch. Das Schlachten ist richtig, wenn das Blut beim Herausziehen des Messers in einem kräftigen Schwall herausschießt.
Das austretende Blut wird meist aufgefangen und gerührt, um Gerinnung zu verhindern, es kann für Blutwurst oder Ähnliches verwendet werden. Mittlerweile sind citrathaltige Gerinnungshemmer auf dem Markt erhältlich, welche auch ohne Rühren eine Gerinnung verhindern. Typisch ist auch, dass neben dem Fleisch alle verwertbaren Teile genutzt werden und alles sofort weiterverarbeitet wird (Warmschlachtung).
Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat (§ 4 Absatz 1 des Tierschutzgesetzes).
Eine Abgabe des Fleisches an andere ist nicht gestattet.
Siehe auch: Tierschutzrecht
Die Hausschlachtung war in ländlichen Gebieten in früherer Zeit die Regel. Bei größeren Tieren wurde hierzu meist ein Metzger ins Haus bestellt, der das Tier fachgerecht tötete und zerlegte. Die weitere Verarbeitung des Fleisches erfolgte dann meist durch die Eigentümerfamilie selbst, wobei dies oft mehrere Tage in Anspruch nahm bis alle verwertbaren Teile durch Pökeln, Räuchern, später auch Einwecken haltbar gemacht waren, so dass nichts mehr verderben konnte. Während dieser Zeit mussten alle anderen Arbeiten zurückgestellt werden und häufig wurden auch weitere Helfer benötigt, die dann mit einem Anteil an Fleisch oder Wurst bezahlt wurden.
Hausschlachtung eines Schweins in Ungarn 1925
Auch Familien, die eigentlich keine Landwirtschaft betrieben, hielten sich für den Eigenbedarf meist ein Schwein, da Fleisch und Wurst verhältnismäßig teuer und auf dem Land im Ladenverkauf oftmals nicht erhältlich waren.
Als sich die Ernährungslage nach dem Zweiten Weltkrieg zusehends verschlechterte und zu viele Menschen mit ihren zugeteilten knappen Lebensmittel-Rationen nicht mehr auskamen, blühte der Schwarzhandel und somit auch die „Schwarzschlachtungen“. Von diesen nicht genehmigten Hausschlachtungen profitierten auch die im Haus ansässigen Heimatvertriebenen, die oft mit am gemeinsamen Tisch saßen.[1] Unter anderem im Lippischen und in Ostwestfalen achteten Hausschlachterinnungen darauf, dass die Hausschlachtungen fachgerecht ausgeführt wurden. Diese Innungen bestanden zum Teil bis 2014.[2]
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
In den 1950er und 1960er Jahren nahm die Zahl der Hausschlachtungen in Deutschland immer mehr ab, da durch die verbesserten Transportmöglichkeiten mit entsprechender (Tief-)Kühlung auch in ländlichen Regionen Fleisch verkauft wurde. Gleichzeitig sanken die Preise für Fleisch durch die rationellere und schließlich industrielle Tierhaltung und Mast immer weiter, so dass sich der Aufwand der Mast von Schlachtvieh für den eigenen Bedarf nicht mehr lohnte. In neuerer Zeit wächst das Interesse an Hausschlachtungen wieder, da durch die diversen Fleischskandale und die Kritik an den Zuständen in der Massentierhaltung nach gesünderen und tiergerechteren Alternativen gesucht wird, die frühere Bedeutung wird aber auf absehbare Zeit wohl kaum erreicht werden.
In manchen Gegenden Deutschlands war der Tag der Schlachtung früher ein Festtag. Deshalb sprach man auch von einem Schlachtfest.
Brautentführung
Ein in Süddeutschland weitverbreiteter Hochzeitsbrauch: in einem unbeobachteten Moment wird die Braut von der Hochzeit entführt. Die Entführer begeben sich mit der Frischangetrauten in eine Gaststätte oder Bar. Der Bräutigam wird über die Entführung informiert und muss, mit Hilfe kleiner Tipps und Hinweise, den Aufenthaltsort seiner Braut herausfinden und sie dort auslösen. Lese weiter für detaillierte Informationen zum Ablauf der Brautentführung.
Die Braut entführen: wie läuft das ab?
In einem unbeobachteten Moment wird die Braut von einem oder mehreren Entführern aus der Hochzeitsgesellschaft weggelockt. Das kann bei einem Tanz geschehen, oder Eingeweihte lenken den Bräutigam ab, während sich die Entführer ans Werk machen. Haben sie schließlich mit der Frischangetrauten den Raum verlassen, begeben sie sich in eine Gaststätte, ein Café oder eine Bar und zechen dort zusammen mit der Braut fröhlich weiter.
Entweder bleibt die kleine Gesellschaft der Brautentführer in einem Lokal, oder es wird nur ein Getränk genommen und anschließend in die nächste Gaststätte weitergezogen. Wenn der Bräutigam seine Herzallerliebste zurückhaben möchte, muss er sie auslösen. Das heißt in den meisten Fällen, dass er die Zeche, die Braut und Entführer hinterlassen haben, bezahlen muss. Es kann aber auch sein, dass er sich einigen Aufgaben stellen muss, um seine Frau wiederzubekommen. Hat der Bräutigam seine Angetraute freigekauft, trinkt er eine letzte Runde mit den Entführern und anschließend kehren alle zur Hochzeitsfeier zurück.
Wichtig: Bevor du dich zum Entführen der Braut entschließt, solltest du mit dem zukünftigen Ehepaar schon bei der Planung der Hochzeit abklären, wie das Hochzeitspaar diesem Brauch gegenübersteht. Mag das Brautpaar diese Sitte nicht, solltest du das respektieren und auf diesen Hochzeitsbrauch verzichten.
Wann wird die Braut entführt?
Möchtet ihr auf der Hochzeit die Braut entführen, so ist es wichtig, dies vorab mit allen abzusprechen, die an der Organisation des Festes beteiligt sind. Es wäre schade, wenn die Hochzeitsfeier durcheinandergeriete, weil geplante Attraktionen, der Fototermin oder die Hochzeitsrede wegen der Abwesenheit des Brautpaares verschoben werden müssten. Oft ist die Zeit nach dem Mittagessen oder dem Kaffeetrinken für deinen Zweck am besten geeignet, weil sich dann die übrigen Hochzeitsgäste kurz die Beine vertreten können, ohne etwas Wichtiges zu verpassen. Auch der Zeitpunkt nach dem Abendessen wird häufig für die Entführung der Braut gewählt.
Wichtig ist es, den idealen Moment abzupassen: perfekt ist es, wenn der Bräutigam zunächst nichts mitbekommt, dafür aber möglichst viele Hochzeitsgäste.
Wie wird der Bräutigam informiert?
Es ist natürlich unwahrscheinlich, dass er allzu lange braucht, um die fehlende Braut zu bemerken. Daher sollte man nicht zu viel Zeit verlieren. Denn es ist oft lustiger, ihm zuvorzukommen und ihn auf originelle Weise von der Brautentführung in Kenntnis zu setzen. Zwei Ideen:
In manchen Gegenden ist es Brauch, ihm dazu einen als Braut verkleideten Besen in die Hand zu drücken oder besonders gut sichtbar zu platzieren. An der Attrappe könnt ihr noch einen lustig gestalteten Erpresserbrief befestigen, den der Bräutigam laut vorliest.
Ihr sendet dem Bräutigam ein Bild auf sein Smartphone. Dazu erstellt ihr (vor der Hochzeit) eine Lösegeldforderung, beispielsweise wie einen Steckbrief, mit einem Foto der Braut. Diese Nachricht kann gleichzeitig einen ersten Hinweis erhalten, wie der frisch gebackene Ehemann seine Angetraute wieder in den Händen halten kann.
Assistenz für den Frischvermählten
Damit sich die Brautentführung nicht allzu lange hinzieht und sich die zurückgebliebenen Hochzeitsgäste nicht langweilen, sollte dem Brauch ein zeitliches Limit gesetzt werden. Ist die Braut nach längstens einer Stunde noch nicht gefunden, muss ein Eingeweihter dem Bräutigam einen eindeutigen Hinweis zuspielen.
Natürlich sind auch schon während der Entführung kleine Tipps sehr wichtig, denn schließlich ist der Frischvermählte ja kein Hellseher. Am besten ziehst du als Entführer jemanden ins Vertrauen, der als Dr. Watson gemeinsam mit ihm auf Brautsuche geht und ihn dann unauffällig ins richtige Lokal leitet. Alternativ könnt ihr dem Bräutigam auch ein Foto seiner Herzdame vor dem Eingang des Lokals auf sein Handy schicken.
Wenn die Braut und ihre Entführer mehrere Lokale aufsuchen ohne die Zeche zu bezahlen, sollten sie dem Wirt ihre Anschrift geben, falls der Bräutigam nicht auftaucht. Alternativ könnt ihr als Entführer einem beunruhigten Wirt ein Pfand hinterlassen oder nur Gaststätten aufsuchen, in denen das Brautpaar bekannt ist.
Stammtisch
Ein Stammtisch ist sowohl eine Gruppe von mehreren Personen, die sich regelmäßig in einem Lokal trifft, als auch der meist größere, runde Tisch, um den sich diese Gruppe versammelt. Im Mittelpunkt dieser Stammtischrunden stehen oft das gesellige Zusammensein, Kartenspiel und politische oder sonstige Diskussionen. Dem Stammtisch wird oft eine vereinfachende, undifferenzierte Argumentationsweise unterstellt, für die sich Begriffe wie Stammtischparole, Stammtischpolitik und Stammtischniveau etabliert haben, die metaphorisch auch für politische und gesellschaftliche Diskussionen außerhalb realer Stammtische verwendet werden.
Heute kann ein Stammtisch im weiteren Sinne ein Treffen von Gleichgesinnten mit oder ohne politischem Bezug sein.
Geschichte
Vergangenheit
Am Stammtisch in der „Post“ zu Mittenwald (1888)
Vor allem in ländlichen Regionen und kleinen Gemeinden war die Zugehörigkeit zum Stammtisch an einen höheren Sozialstatus gebunden. So setzte sich ein Dorfstammtisch bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts vor allem aus örtlichen Honoratioren wie dem Bürgermeister, Arzt, Apotheker, Lehrer, Förster oder wohlhabenden Bauern zusammen. Die Einladung an einen Ortsfremden, am Stammtisch Platz zu nehmen, galt als nicht selbstverständliche Wertschätzung. Ähnliches galt für die zumeist in Kaffeehäusern etablierten Stammtische von Literaten und bildenden Künstlern.
Im iberischen Sprachraum (Spanien, Portugal, Lateinamerika und Brasilien) hat sich dies in den dortigen Tertulias von Künstlern und Intellektuellen bis heute erhalten. In Großbritannien und Irland erfüllten viele Pubs die Funktion der Abtrennung von den übrigen Gästen in Form von privaten Hinterzimmern, falls es keine Eingangskontrolle für das gesamte Lokal gab.
Gegenwärtige Bedeutung
Heute sind viele Stammtische nicht mehr an einen Sozialstatus gebunden. Bei heutigen Stammtischen steht vor allem die Zusammengehörigkeit, Vertrautheit und das Ausleben gemeinsamer Interessen und Passionen im Vordergrund. Dies zeigt sich auch in neuen Formaten, die dem des Stammtisches zugeordnet werden. Darunter „Meetups“, „Lean-Coffees“, aber auch Club-Abende von Vereinen oder im Umfeld von Kindern Mütter-, Väter- und Elterncafés.[1]
Soziokulturelle Aspekte
hinkepinke
Wie geht das Spiel Hinkepinke?
Gefragt von: Simone Brinkmann | Letzte Aktualisierung: 11. September 2022
sternezahl: 4.9/5 (29 sternebewertungen)
Der Stein wird zunächst ins erste Feld geworfen, sofort danach springt das Kind hinterher. Der Stein mit dem anderen Fuß, der in der Luft hängt, weiter in das nächste Feld verschoben und das Kind springt weiter. Und so wiederholt es sich immer wieder.
Antrag auf Entfernung der Quelle
| Sehen Sie sich die vollständige Antwort auf land-gefuehl.de an
Wie spielt man Hinkelkästchen?
Ein Stein oder Hölzchen wird der Reihe nach auf die vorher mit Kreide aufgemalten Felder geworfen. Nun beginnt man der Reihe nach die Kästchen auf einem Bein abzuhüpfen (hickeln). Das Kästchen auf dem der Stein landet, wird ausgelassen. Das 4te und 5te Feld springt man mit zwei Beinen sowie das 7te und 8te Feld.