1783 beginnt man damit, Erichshof nach und nach zu besiedeln. Die ersten 10 Neubauern sind wahrscheinlich nicht zufällig ausgewählt worden. Darunter befinden sich Handwerker wie Tischler, Zimmerleute, Schmiede, Schneider, Schuster und ein Schenkwirt. Die Stellen liegen teilweise am Rand des Vorwerks und entlang der damaligen Verkehrswege.
Die Verwaltung ist damit in der Lage zu prüfen:
Immerhin ist das Vorwerk Erichshof jahrhundertelang ein landesherrlicher Wirtschaftshof. Eine sofortige vollständige Aufteilung hätte die laufende Bewirtschaftung gefährdet. Deshalb werden zuerst nur einzelne Parzellen ausgegeben, während der Rest des Vorwerks weiter besteht. Erst nach dem Tod der Vorwerkspächterin der Witwe Hüpeden wird die Gesamtaufteilung möglich und ddue restlichen Flächen werden vermessen und insgesamt etwa 503 Morgen Land aufgeteilt.
Der große Vereinzelungsplan ist keine spontane Maßnahme, sondern ein entsprechendes Konzept muss längst in der Schublade gelegen haben, zeigt aber, dass man sehr darum bemüht ist das Vorwerk nicht auf einmal zu zerschlagen.
Für Hannoversche Kolonisationsprojekte des 18. Jahrhunderts ist es üblich, dass die Behörden die Ansiedlung bekannt machen und Bewerber annehmen. Die Vergabe erfolgt in der Regel aber nicht nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" sondern nach sorgfältiger Prüfung der Bewerber. Bevorzugt werden:
Wie man aus dem nachstehenden Plan vom Mai 1790 sehen kann, hat sich sich sehr darum bemüht, die ausgeschriebenen Flächen so gerecht wie möglich zu verteilen und dabei die unterschiedlichen Bodenverhältnisse zu berücksichtigen. Dabei teilt man die unterschiedlichen Flagen so genau auf, dass dabei niemand übervorteilt wird.