Paul Athmann
Nachdem zuerst in der Nähe der Ziegeleien, zum Teil mit Schubkarren, abgebaut wurde, holte man später den Ton über eine Feldbahn. Der Lehm wurde zuerst vom Rieder Umleiter und schließlich vom
Rieder See/ Limmer mit einer Lorenbahn bis zur Ziegelei Wehrmann gebracht.

Die Bahn verlief am Rieder Umleiter und dann quer über die Sudweyher Str. entlang der Straße "Alte Ziegelei" , dann an der Ziegelei Esdohr/Löhr vorbei und schließlich weiter am Marschgraben entlang zur Wehrmann'schen Ziegelei. Sie wird zunächst mit Pferdeloren betrieben worden sein (siehe auch Foto der Leester Pferdelore). Später wurde dann eine Diesellok eingesetzt. Zeitweise ging die Bahn bis in die Nähe des Rieder Sees. Bis 1959 wurden die Loren noch mit dem Spaten beladen, danach übernahm ein Bagger die Arbeit. 241 Die Bahn war etwa bis 1972 in Betrieb. 2008 wurden die letzten Reste der Gleise beseitigt. 1944 mussten 3000 m der Feldbahngleise zum Einschmelzen für Kriegswaffen abgegeben werden. Sie wurden aber nicht mehr umgeschmolzen, sondern lagerten in der „Luft-Haupt-Munitionsanstalt“ (Muna) in Dünsen. so dass Wehrmann sie nach dem Krieg (1946) zurück erhalten konnte. Dabei wurde die abgefahrene Menge der Schienen nicht kontrolliert, was 1950/51 zu einem Rechtsstreit mit der Bahn führte. 242
Auf einem Foto der Ziegelei Wehrmann, das vor dem 2. Weltkrieg entstand, ist auch die Lokomotive der Feldbahn festgehalten.
1945 ist mit der Ziegelei wohl auch eine Lokomotive zerstört worden. Jedenfalls ist eine wohl nicht mehr funktionierende Lok auf dem Foto festgehalten.
1947 verlangt der Kreis Grafschaft Hoya die Beschlagnahme aller Feldbahnen. Wehrmann meldet folgende Bestände: 243
Die Bahn ist zu dieser Zeit im Gebrauch in der sich in Betrieb befindlichen Ziegelei. Das Gleis ist zu der in damalig abgebauten Tongrube verlegt.
Ob und wie lange die Bahnen beschlagnahmt wurden, geht aus den Akten nicht hervor.
1945 ist mit der Ziegelei wohl auch eine Lokomotive zerstört worden. Jedenfalls ist eine wohl nicht mehr funktionierende Lok auf dem Foto festgehalten. Im Internet unter www.werkbahn.de wird die Lok Schöma V Nr. 847 (Baujahr 1945) gelistet mit dem Vermerk: „1973 bei Wehrmann in Sudweyhe vorhanden“. Sie wurde aber wohl dann bis 1982 an die TSG - Torf- und Siedlungsgenossenschaft in Wiesmoor verkauft. Dorthin ging auch die Lok. Nr. Schöma V Nr. 261 (Baujahr 1936) , die spätestens 1983 in Wiesmoor arbeitete. Sie ging 1987 in das Eigentum des Westf. Feldbahnmuseums in Lengerich über und wurde 1988 auf einem Spielplatz in Füchtorf/Warendorf aufgestellt. 244 Seit 2011 im Feldbahnmuseum Guldental in Heddesheim 245
Heute erinnert nur die Brücke an der Seewendung über den Marschgraben noch an die ehemalige Transportstrecke.
Am Weg "Seewendung", kurz vor der Wehrmann'-schen Ziegelei, wechselte die Bahn die Grabenseite über eine Brücke. Diese ist 2017 noch vorhanden, während alle Schienen abgebaut wurden (die letzten lagen am Weg "Alte Ziegelei" und wurden mit der Instandsetzung des Weges um 2008 beseitigt).
Die Lok Nr. 847 / 1945, die bei Wehrmann bis 1973 im Einsatz war, wurde seit den 1980er Jahren im Torfwerk Wiesmoor (TSG) verwendet und war seit 2006 dort als Denkmal ausgestellt. 246
Eine Lokomotive mit Loren, wie sie auf der Bahn verwendet wurden, steht bis 2016 an der Ziegelei Wehrmann. Die Ziegelei hat diese nach der Wende aus der ehemaligen DDR aufgekauft (Lok Nr. LKM 248923, Bj. 1957 /VEB Ziegelwerk Grimmen, 700 mm Spur) und sie an der Ziegelei ausgestellt. Von 1986 bis 2002 stand hier auch noch eine DIEMA Lok (Nr. 2648, 600 mm Spur). Sie war in einem nicht-präsentierbaren Zustand und wurde nach Delmenhorst (Andre Kremming) verkauft. 247
Ein Foto aus der Festschrift zum 75-jährigen Jubiläum der Lokomotiven-Fabrik SCHÖMA in Diepholz zeigt eine LO10 (10 PS) mit gefüllten Loren bei einer anderen Ziegelei.
[Foto: A.Christopher/U.Völz: 75 Jahre SCHÖMA, S.32]
Seine andere Leidenschaft ist der Schützenverein Erichshof von 1913 e.V.
1950
Im Jahre 1933 endet die Tradition der Kreisschützenfeste und damit auch der Kreiskönige. In diesem Jahr soll aber das erste Kreisschützenfest stattfinden, ist letzte Kreiskönig ist aber in der Zwischenzeit verstorben. So muss auf die Schnelle ein neuer Kreiskönig her und so wird für das geplante Kreisschützenfest in Erichshof bei einem Frühlingsschießen in Melchiorshausen ein neuer Kreiskönig ermittelt. Er heißt Fredy Hohnhorst und kommt aus Erichshof. Die Königkette hat den Krieg überstanden, die Schützenuniformen wie man sieht leider nicht.
Foto: Kreiszeitung
Für die 60jährige Mitgliedschaft wird auf der Versammlung der Erichshofer Schützen Heinrich Böttcher durch den Vorsitzenden Fredy Hohnhorst geehrt.
Foto Kreiszeitung
Fredy wird für seine Verdienste um den Sport in der Gemeinde Weyhe mit der Goldenen Verdienstnadel ausgezeichnet. Die Ehrung nimmt der erste Sprecher des Sportrings Karl-Heinz Timmermann vor
Foto: Kreiszeitung
1988
Fredy Hohnhorst, 1. Vorsitzender von 1972-1988
Foto: Sr. Christoph Drescher
Als Dank und Anerkennung für 35 Jahre Vorstandsarbeit erhält Fredy Hohnhorst den Zinnteller des Vereins aus der Hand seines Nachfolgers Hans-Jürgen Koch und wird auf einstimmigen Beschluss aller Anwesenden zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit gewählt.
Als Dank und Anerkennung für 35 Jahre Vorstandsarbeit erhält Fredy Hohnhorst den Zinnteller des Vereins aus der Hand seines Nachfolgers Hans-Jürgen Koch und wird auf einstimmigen Beschluss aller Anwesenden zum Ehrenvorsitzenden auf Lebenszeit gewählt.
von links: 2. Schatzmeister Otto Wulf, Damenleiterin Karin Wührmann, Schriftführer Dieter Klapproth, Ehrenvorsitzender Fredy Hohnhorst, 2. Vorsitzender Manfred Oltmann, Vorsitzender Hans-Jürgen Koch, Jugendleiter Reinhard Siemers und Sportleiter Willi Siemers
Foto: Kreizeitung fo/ga