Min Vadder sin Dannenboom

Schon in de Jungsjohrn moss ek all vörn Dannenboom sorgen. Wiet brukte ek nich to lopen, denn de Konsum us gegenöberf har jedes Johr en groten Barg Böme. Lust har ek woll dorto, bloss dor weer jimmer wat bi, nämlich wenn he nich ganz us Vadder no de Mützen weer, dann höl he mi dat vör. Ut son groten Bulten enen schönen Boom to finden, weer gornich so enfach, dor moss ok en beten Glück bi weden. Ek weert ok al bold satt wegen sine Quesere.

 

Dat ene Johr har Gärtner Eggert inne Zeitung, Dannenböme ut de Plantoge uttosöken. Junge, Junge,hier weer Bome wie im Porodies, endlich har ek enen utsoch. De Gärtner staunte:"Du kennst dor ober wat von, min Jung." Non Pries har ek vörher gornich frog, dree Mark föftig weer jo bannig veel Geld, denn biem Konsum kosten de Böme eene Mark föftig bit twee Mark.

 

Dat erste weer, als Vadder am Obend von de Arbeit köm:"Hast einen Baum gekauft? "" Drei Mark fünfzig bei Gärtner Eggert", säh ek. "Das ist viel zu teuer für einen Baum, er hat ja eine gute Form, aber einfach Wucher." Jetzt güng mi over de Hot hauch, denn 21 Johr weer ek ok al und riskiere ok eene passende Anwort und säh to Vadder:"Das ist der letzte Baum, den ich geholt habe, gern tat ich es, aber jedes Mal hast Du etwas dabei." Min Vadder konterte:"Ich will Dir mal was sagen, mein Junge, nächstes Jahr kaufe ich einen Baum, den bekomme ich fast umsonst. Man muss ihn eben vor Ladenschluss am Heiligenabend kaufen." So, denn Posten har ek got an Mann brog.

 

Dat Johr güng den Ennen to und Wiehnachten stün vör de Dör, anstandshalber erinner ek Vadder an sin Wort von fleten Johr. Vadder arbeit op AG Weser und Heiligenobend weer ok ers lot Fierobend und denn wor woll nich ankeert.

 

Jedenfals luern wi im Huse al lang op Vadder und sin Dannenboom, denn he moss ok noch bunt mokt wörn und Hunger harn wi ok. Dat weer all Klocke säs, seben, ach, dor half neegen güng de Husdör. Ober wat is dat, kiek ek richtig, mit'n groten Arm vuller Twiege und eenen afgeroppten Stamm, wat woll en Dannenboom weden weer. Heff mi im stillen enen högt. Veel sägen und utlachen drofen wi em nich, denn Vadder weer nich besonners opläg, ok enen litten drunken har he ok. Dann is dat Beste, man swigg und deit so als opp.

 

So, ers hepp wi mol Obenbrot eeten, denn wi Kinner harn bannig Hunger, dat geeft jo Ketüffelsolot mit 'ne Gekokten. Achterher güng Vadder in sin Warkstär. Bi half ölben köm Vadder mit den Dannenboom ton Vorschien. Donnerwer, dat konn jo woll nich angohn, Vadder weer jo en Zauberer. Also, so en Bom geef't bloss bi Gärtner Eggert, har seck woll besonners Möh geben bi sin Mokwark. Jedenfalls häf ek ganz grot an em hochkeken, mine Menung, von wegen schodensfroh, sofort ännert und obernodach, wiet komen weer. He hett dor nich mit rek'nt, dat de Händlers de Twiege glieks afsniern dön, domit de "Oberschlaun", dor hör Vadder ok to, den Dannenboom nich umsüs kreegen, weer woll al fökner vörkomen.