Gut Kirchweyhe 2: von Hademstorff (Burglehen II)

Paul Athmann

 

Es gab vom 13. bis zum 18. Jahrhundert eine Familie „von Hademstorf“, die in Schwarmstedt lebte. Sie wurde 1237 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und hatte ihren Stammsitz auf der Uhlenburg an der Aller nahe Engehausen.

Mit keiner Urkunde lässt sich allerdings belegen, dass diese Familie im Dorf Hademstorf wohnhaft war oder von dort stammt. Bei den bis heute erhaltenen Urkunden aus der Gegend, in denen Mitglieder der Familie von Hademstorf genannt werden, handelt es sich überwiegend um Beurkundungen von Landverkäufen oder Verpachtungen.

1750 vermerken die Braunschweiger Anzeigen über die Familie:

"Die von Hadenstorf, zu Schwanstedt Erbgesessen, sind im 16. Seculo und zu Anfang des vorigen Jahrhunderts, von den Herzogen von Lüneburg, mit dem Westerholze bey Steinbeck, im Amte Wölpe, beliehen, mit Uffsate und Affsate, in Summa mit der ganzen Holzung."2  

 

In Kirchweyhe sind die von Hademstorff seit dem 16. Jahrhundert nachzuweisen:

 

1528 werden die Gebrüder Ernst und Thomas v. Hademstorf mit Höfen in Essel und Engehausen belehnt. 1578 wird darüber ein Revers ausgestellt.

 

Thomas von Hademstorf wird erstmals 1542 im Zusammenhang mit dem Burglehen von Kirchweyhe erwähnt: Graf Jobst von Hoya und Bruchhausen genehmigt die Überlassung des Burglehens zu Weyhe durch Rembert von Horn an Thomas von Hademstorff, und dieser versichert sich 1542 in einem Revers für Graf Jobst von Hoya wegen des Burglehens.4 Thomas v. Hademstorff war vermutlich durch seine Ehe mit Hilburg von Horn (1541) an das Lehen gekommen.5 Hilburg war eine Tochter des Rembert von Horn, der im Revers von 1542 als Lehens-Überlasser genannt wird.6

Gut bis 1924 (Das Hauptgebäude brennt 1924 ab)

Im “Heimatbuch Kirchweyhe” heißt es: "Das Gut scheint vorher im Besitz der Familie Frese (gen. Quiter) gewesen zu sein."7 Dies ist nicht wahrscheinlich, denn nach der Urkunde von 1542 war es vorher im Besitz des Rembert von Horn. Das Gut der Quiter war in Sudweyhe an der Beeke (Gut Sudweyhe 1).

 

1562 empfangen Georg v. Weyhe und Hüner v. Horn ihr Lehen zusammen mit Thomas v. Hademstorff. 8 Das Gut von Hademstorf war wie der Weyhenhof also eines der 3 Burglehen, die eventuell vorher alle in einem Lehen vereint gewesen waren. Zu diesem Zeitpunkt war Hüner von Horn wohl noch am Leben, und die Lehen waren an die 3 Familien Hademstorff, Horn und Weyhe verteilt.

 

1563 wird ein Revers des Thomas von Hademstorf für die Grafen Otto, Erich und Friedrich von Hoya betreffend das Burglehn in Weihe ausgestellt. 9

 

Danach sind Geschäfte des Thomas v. Hademstorf in Weyhe beurkundet:

 

  • 1562 leiht Thomas v. Hademstorf dem Grafen Erich von Hoya 400 Thaler.10
  • 1567 verkauft Jürgen(=Georg) von Weyhe dem Thomas von Hademstorf 4 Stücke Land„auf der schmalen Brack.“ 11 Es handelt es sich hier also um Geschäfte zwischen demWeyhenhof (Burglehen I) und dem ehemaligen Lehen des Rembert von Horn, dasThomas von Hademstorff übernommen hatte.
  • 1568 werden die Nutzungsrechte der Sudweyher Wassermühle von Tönnies Freseüberlassen an Junker Thomas v. Hademstorf, Hermann von Horn, Johann Frese(Quiter),Lippold von Mandelsloh, Dietrich Klencke

Als 1568 Thomas von Hademstorf stirbt, erbt sein Sohn Remmert das Weyher Gut - ebenso wie die Schuldforderungen an Graf Erich.

 

1578 stellt Rembert von Hademstorf für sich und seinen Bruder Heinrich einen Revers aus, dass Otto v. Hoya sie mit 2 Höfen in Essel und Engehausen belehnt hat. 12

 

Remmert von Hademstorf verpfändet 1582 dem Boldewin Hermeling für 300 Joachimstaler sein Gut

Langenwinkel.13

 

In den Jahren 1583 – 1585 fordern die Gebrüder v. Hademstorf ihr Geld wegen der vom Amt Syke zu zahlenden jährlichen Zinsen für die ihnen vom Graf Erich abgekauften, aber noch nicht bezahlten Güter im Amt Syke, die einstmals Hermann von Horne gehört haben.14

 

Ob es sich bei diesen Gütern um Teile des Burglehens handelt, oder um weitere Güter, die von Hademstorff von den von Horn gekauft oder geerbt haben, ist nicht nachweisbar. Falls es Teile des Burglehens waren, könnte Hermann, der 1568 auch als Nutzer der Wassermühle genannt wird (s.o.), ein Sohn oder Bruder des Remmert von Horn sein.

 

 

Das Erbe des Burglehen III (von Horn)

 

Nach dem Tod des Cordt von Horn im Jahre 1575 gibt es Streit um sein Erbe unter seinen Geschwistern und Verwandten, zu denen auch Anne von Hademstorf geb. von Horn gehört. Sie ist mit Remmert von Hademstorf verheiratet. Zum Erbe gehört das halbe Burglehen III, das Cordt wohl von seinem Vater Hüner geerbt hatte.

 

Im Jahr 1576 vergleichen sich die von Horn’schen Erben wie folgt mit ihrem Schwager Remmert von Hademstorf:

 

Ick, Remmert von Hadenstorf, Thomas seliger Zone, thue kund und bekenne, vor mick Annen von Horne, myne elike Husfruwe, unserer Erven und Ersnamen, iegen allermennichliken, yn und mytdissem Breve openbar betügende, Nachdeme de Erwerdigen, Erbaren und andechtigen Jungfruwen, Jungfre Lucke, Sfia (Sophia) und Maria van Horn, Huner von Horn selige nachgelatene Dochtere, myne vrüntliken Schwegerynnen, mich mit myr des Guts halven to Weye, so nach yren gelefften Broders Kort van Horn seligen totlichen Afgange, uff mynen fründlichen leven Omen, Remmert van Horn iure succesiones devolvert und vererbet, und er myr da sülvige her wider verkofft, cedert und afgelaten, vrüntlik und swegerlik vorgeliket, und er daran habende ius und Gerechtigkeit iegen gehorlike erzegynge und iarlike Pension , so ick er de tyt ores levendes darvan zu thuende mych oblegert und vorplychtet habe, genslik cedert und vorgelyket, sick ok werklikes vorsekert und begeven hebben, alles nach besage einer darover usgerichteten und my togestalten Vorschryvynge. Demnach gerede gelove und thosage ick hirmyt vor mych, myne eliken Husfruwen und unseren Erven und Erffnamen und myt mynen adeliken eren, truwen und geloven, itz bemelten mynen leven Schwegerynnen de tyd eres Levendes dat sylvige alles, so in berürter myner gegeven Verschrywynge belavet, erbarlich und uffrichtig tho holden, dem allen in Werke nachtokamen, dat sie sich dessen im aldergeringsten nich to beklagen haben schollen, getruwelik und ungeserlik. Zu Orkunt habe ick und myne leve Husfruwe dessen Breff mit unseren egen Handen underschreven, und myt mynen uffgedruckten Pitschaft bevestiget, und to merer Seckerheyt und beyder Partie früntliken Erfoderynge, haben de eddele und erentfeste Joachym van Staffhorsst, Jost van Hasbergen und Tönnys van Weye, Grafflike Hoysche Rethe, dessen Breff underschreven und vorsegelt, or und oren Erben unschatlick. Gegeven nach der Geburt unseres leven Heren und Seligmakers Christ Dusend fyffhundert Seß und seventich, den 12. Martii.

 

Doch nach dem Vergleich meldet sich eine Schwester Dorothea des Verstorbenen und erhebt

Anspruch auf das Erbe:15

 

"Allein, nachdem Cordt von Horn verstorben: so meldete sich ein Agnat, Rembert von Horn, zu der Lehnssuccession und gab seiner Schwester Sohn, obgedachten Remmert von Hadenstorp, iura cessa. Die älteste Schwester Cordts aber, Dorothea von Horn, wollte den angeblichen Prätendenten und Agnaten, Rembert von Horn, nicht agnoscieren und behauptete beständig die Possesion des Guts Weyge, obgleich der Beamte zu Syke, Joh. Koch, im Jahr 1578 auf Befehl seines Herrn, Graf Otten, zuHoya, von dem  Predigtstoll to Weyge, und auch in anderen Caspeln, durch die Pastoren verkündigen ließ, daß die Unterthanen bey Pene und Brocke einer Tunnen Bottern, uf sel. Cordt von Horne Länderey und andere Güter, der Jgfr. Dorotheyen von Horne Geld und anderst darauf lehnen, Pandesweise oder sunsten Erves Kopes an sich nicht bringen sollten. Indes kam Remmert von Hadenstorp, nach langwierigem, bey der Kammer in Speyer geführten, Proceß, im Jahr 1584 zum ruhigen Besitze des Gutes Weyge, und fand obgedachte, des Cordts Geschwistere, mit einer jährlichen Competenz ab. - Constantius Clorins" 16

 

1585 erscheint im Erbregister der Hoyaer Grafen unter den adligen Gütern: Remmert von Hademstorf. Laut dem Register sind dem Junker Remmert von Hademstorf zehntpflichtig:

 

Köter Gert Thebelmann, Windeler Ruhröde, Curdt Glade, Henrich Siemers, Lüdecke Röhrfecker, Johann Dreyermann, Harmen Rickmers, Johann Schumacher (alle Kirchweyhe), Friedrich Dame (Dreye), Brünings Heitmanns (Lahausen), Hinrich Clawes, Remmert Schlöttern, Berend Dunckhase, Dieterich Apemanns, (alle Sudweyhe), Gerdt Gercken,Dietrich Voß, Clawes Lackemann (alle Ahausen)

 

1596 heißt es dann entsprechend in einem Bericht d. Amtes Syke: 17

 

„Die adeliche sitze in […] ambt Syck gelegen, sein nach folgende.[…]. Hünner von Horn erben, besitzett itzo mehrentheill Remmert von Hadenstorff, die übrigen, besitzett Dohrothea von Horn. […]”

 

1599 werden in einem "Verzeichnis der Landsassen, Hoffjunkern und Einspeniger" der Grafschaft Hoya Remmert von Hademstorf und R. Hademstorf aufgeführt unter "Ritterdienst, Hoyesche".18

 

 

Streit und Maßregelungen

 

1588 beschwert sich der Kirchweyher Pastor Antonius Koch über Remmert von Hademstorf, dass er seit 7 Jahren nicht mehr zum Abendmahl gekommen sei und sich mit Rechtsfragen herausrede.19

 

1591 wendet sich Remmert von Hademstorf gegen Harmen Dekinge zu Abbensen wegen eines Hofes und dazu gehöriger Länderei zu Halenbeke, genannt das Gisenland, sowie wegen geschehenen Eingriffs.20

 

Und auch zuhause gibt es Auseinandersetzungen: Remmert von Hademstorf streitet 1597 mit Dietrich Frese (vom Sudweyher Gutshof) über die Stauung der Hache zum Aalfang. Hademstorff wird aufgefordert, das Aalwehr zu beseitigen, da es das Mühlrad der Gutsmühle behindere. Schließlich wird der Vogt von Erichshof, Dietrich Böse, über das Amt Syke eingeschaltet. Dieser zerstört mit dienstverpflichteten Bauern aus Leeste das Wehr.21

 

Aus dem gleichen Jahr datiert ein Briefwechsel zwischen Remmert von Hademstorf und Dr. jur. Friedrich von Weyhe, fürstlich lüneburgischer Kanzler und Rat, wegen nachständiger Kriegsbesoldung. 22

 

Auch 1600 ist von Hademstorf des Streites noch nicht müde: Es gibt “Irrungen Remmerts von Hademstorf mit dem Holzförster zu Wölpe und den Einwohnern zu Steimke über den Steimker Wald und das Westerholz (1600) sowie über Masthut und Trift (1607)”.23 Und weiter: Sämtliche von Hademstorf zu Weyhe und Schwarmstedt gegen die Dorfschaft Steimbke im Amt Wölpe wegen einiger Lehnstücke und deren Nutzung.

 

 

Das weitere Erbe und der Verkauf

 

Nach dem Tod des Remmert v. H. im Jahr 1608 erbt sein Sohn Claus Ernst das Weyher Gut und auch ein Gut in Schwarmstedt.

 

Margarethe von Klencke heiratet 1612 Ernst von Hademstorff in Weyhe und ist nach seinem Tod 1617 in 2. Ehe mit einem Frese gen. Quiter verheiratet, "welche beide 1637 noch am Leben waren".24

 

Zum Wappen und zum Epitaph des Claus Ernst von 1617 in der Kirche zu Weyhe: 

 

"Das Wapen findet sich in der Kirche zu Bine Jahr 1564, und ist im rothen Felde ein silbernes Andreaskreuz, schwebend, und von vier silbernen Ringen begleitet. Auf dem Helm liegt ein Wulst, über diesem ein rother Adlersflug, jeder Flügel mit einem silbernen Balken belegt.

Hingegen ist in der Kirche zu Weyhe Cl aus Ernst von Hademstorff von 1617 Helmschmucke aber die Verschiedenheit, daß jeder der Flügel über dem Wulst, mit einem schwebenden Pfahl des Andreaskreuzes, der rechte schräglinks, der linke schrägrechts belegt ist. Zwischen diesen Flügeln ist ein nackender Mohrenrumpf, mit rother Kopfbinde, deren Bänder zur Linken fliegen. Diese letztere Beschreibung des Wapens, ist von einer urkunde gen welcher das Wapen gezeichnet, und am 23stebn May 1783 von einem Notario bezeuget ist."

 

1638 wird dann Reinert Franz (=Remmert Franz) von Hademsdorff

Claus Ernst.

Die Nachkommen des Heinrich von Hademstorf

 

1638 heiratet J. Anna, die Tochter des Claus Ernst von Hademstorff, den hessischen Obristleutnant Erich Vinthus. Im Heiratsgut ist auch das Gut Sudweyhe 3 mit dem Burglehen III (Finterei) enthalten. Es ist zu diesem Zeitpunkt mit 1500 Talern belastet.

 

Schon 1643 fällt Vinthus im Dreißigjährigen Krieg. Danach kommt das Gut wieder an die von Hademstorffs, die es 1750 aber an den Besitzer des Sudweyher Gutshofs, von Fabrice, verkaufen.

 

Aus dem Jahr 1639 liegt ein Schreiben des Franz von Hademstorf vor wegen Tausches eines wüsten Hofes Hanenfeld im Kirchspiel Barrien.26

 

1640 wird Klage erhoben und das Gut Kirchweyhe 2 verpfändet:

 

Remmert (Reimert) Franz von Hademstorf, erbgesessen zu Weyhe (Bekl.) gegen Heinrich (Hinrik) Meyer, Bürger und Handelsmann zu Bremen (Kl.) wegen Warenforderung von 1.200 Gulden, wofür das Gut des Beklagten zu Südweyhe (Südweihe) verpfändet worden.27 

 

Der Streit geht bis 1657. Die schon 1632 geschehene Verpfändung unterschreiben auch Remmerts Geschwister Claus Dietrich, Thomas Ernst und Anna von Hademstorf , und bestätigen die Verpfändung des Quiterschen Gutes Sudweyhe 3 durch Joh. Quiter und ihre Mutter Margarete v. Klencke über 1.200 Reichstaler. Diese Konstellation kam dadurch zustande, dass Margarathe von Klencke verwitwete Hademstorff nach dem Tod ihres Gatten ihren Nachbarn Johann von Frese gen. Quiter geheiratet hatte und dadurch auch Mitbesitzerin des Quiterschen Gutes geworden war.

 

1637 fällt Thomas Ernst von Hademstorff. In seiner Leichenpredigt werden seine Mutter Margarethe von Klencke und ihr Ehemann Johann von Frese(genannt Quiter) sowie Erich Vinthus und Ann Vinthus geb. von Hademstorf aufgeführt


Leichenpredigt für Thomas Ernst von Hademstorf (+ 10.Juli 1637)

 

Remmert Franz scheint ebenfalls ein streitlustiger Mann gewesen zu sein, nimmt man die Zahl der erhaltenen Urkunden über Verfahren mit ihm als Hinweis:

 

 

  • 1645 klagen die „Eingesessenen zu Kirchweyhe“ gegen Remmert Frantz von Hademstorff wegender Kuhweide zu Dreye, wo die von Hademstorff eine eigene Weide betreiben, wogegen die Kirchweyher Einspruch einlegen. 28
  • 1646 klagen die Oldenburger gegen Remmert Franz von Hademstorff, der die Abgabe des Zehnten z.B. damit zu umgehen versucht, dass er ein Feld, das Winkelskamp heißt, einfach in Frankenkamp umbenennt.29
  • Im Streit um das Abstechen von Grassoden auf der Dreyer Gemeinheit für den Deichbau durch die Kirchweyher spielt der Junker von Hademstorff eine vorrangige Rolle. Die Dreyer hatten den Kirchweyhern im Dreißigjährigen Krieg zugestanden, im Herbst ein Fuder Grassoden aus der Dreyer Kuhweide zu entnehmen. Die Kirchweyher hätten aber den Termin auf den 29. August vorverlegt, wobei besonders Remmert Frantz von Hademstorff immer auf frühen Anfang gedrängt haben soll.30
  • 1652 streitet “Reimert Franz von Hademstorff auf Weyhe im Cellischen” gegen den Förster Wilhelm Bartling wegen der Holzgräfschaft und anderer Rechte im Steimker Wald. 31 Zwischen 1571 und 1671, also hundert Jahre lang, wird von “Irrungen zwischen denen von Hademstorf und dem Drost zu Wölpe wegen des Steimker Waldes und Westerholzes” berichtet. 32
  • Im gleichen Jahr 1652 kommt es zu einer Zeugenvernehmung, die der Amtmann Heinrich Meyer zu Syke in einer Streitsache des Junkers Dietrich Frese (vom Sudweyher Gut 2) gegen Remmert Franz von Hademstorff vorgenommen hat.33 Es geht um den Kirchenstuhl in der Kirchweyher Kirche und wer darin vorstand: die Vorfahren des Remmert, also Remmert von Horn und Remmert von Hademstorff, und auch Hademstorffs Stiefvater Johann Quiter, oder ob später die Freseschen oder Hademtorffschen Verwalter Johannes Peper, Hermann Schacht und Johannes Münstermann sowie der Diener Johann Wille darin vorstanden. Dabei wird deutlich, dass der Junker Frese sich eine „Wiltschützen“ hält, der eines Tages einen handgreiflichen Streit in der Kirche um das Vorrecht im Kirchenstuhl anfängt.34
  • Auch über die Behinderung der Schifffahrt auf der Hache wird gestritten: Es geht um das Recht der Sudweyher und Arster Bauern, die Gutsmühle über den von Hademstorffschen Hof auf dem Wasserwege zu erreichen. Auf dem Hademstorffschen Hof liegt auch eine Brücke, die im 30jährigen Krieg verfallen ist und noch nicht wieder ausgebessert wurde. Obwohl man früher die Mühle auch nur bei Winterhochwasser erreichen konnte, wenn man den Kirchweyher Gutshof umschiffte, hatte man sich doch wohl an die Benutzung der Brücke gewöhnt. Diese und andere Brücken behinderten aber bei Hochwasser auch die Weiterfahrt, und daher musste manchmal das Korn am Wittrocksee ausgeladen und mit Pferdefuhrwerken zur Mühle transportiert werden.35
  • In diesen Jahren ist noch ein weiterer Streit mit dem Amt Syke vermerkt, allerdings ohne genaue Jahresangabe: 36 Reinert Franz von Hademstorff gegen die Beamten zu Syke wegen verweigerter Winterbuche von der Westermark.
  • 1661 gibt es wieder was zu regeln in der Amtsvogtei Essel: Remmert (Reimert) Franz von Hademstorff gegen die Dorfschaft Grindau wegen des verfallenen Kirchhofzaunes zu Schwarmstedt.37
  • 1669: Reimert Franz von Hademstorff zu Schwarmstedt gegen den Vogt zu Essel, daß er ihm verwehre, bei seiner Schiffsmühle auf der Aller eine Hütte für den Müller zu bauen.38
  • 1671: Remmert Franz von Hademstorff gegen die Eingesessenen des Dorfes Essel wegen zurückgejagter Schafe und niedergeworfener Hürden.39 Außerdem ist der Gutsbesitzer ständig in Geldnot:
  • 1660 verkauft von Hademstorff den Hof Sudweyhe Nr. 31 (zwischen Hache und Sudweyher Beeke), der zum Vinthus Gut gehört, an Windeler Kehlenbeck.40
  • 1662 macht von Hademstorf eine Eingabe an Kanzler und Räte zu Celle wegen der durch den Tod seines Schwagers, des Oberstleutnants Vinthus (+ 1643) und dessen Angehörigen auf ihn und die Gebrüder von Berghausen gefallenen Güter zu Zwingenberg.41
  • 1664 muss der “Hauptmann Remmert Christian Franz von Hademstorff zu Schwarmstedt und Weihe” 4000 Taler aufnehmen, um seine Schulden bezahlen zu können.

Eine Akte aus dem Landesarchiv in Osnabrück vermerkt 1673 auch einen Hof in Haselünne als Besitz der von Hademstorf “in Schwarmstedt (Lüneburg) und Weyhe (Hoya)”. 42

 

1675 stirbt Remmert Franz v. Hademstorff.43 Daraufhin übernimmt sein Sohn Franz Philipp von Hademstorff die Güter. Er wird 1679 erwähnt im Zusammenhang mit Protesten gegen Zollneuerungen in Dreye und auch in späteren Urkunden aufgeführt:

 

  • Johann Dietrich von der Kettenburg als Vormund der Kinder des verstorbenen Dietrich Friese, Franz Otto Tramp 44, Johann Cord Friese, genannt Quiter, Ortgies Ernst Friese, genannt Quiter, und Franz Philipp von Hademstorf gegen Heinrich Korn und Dietrich Müller, Zollverwalter zu Dreye und Brinkum, wegen Zollneuerungen.45
  • 1691 einigen sich der Kapitän Ortgies Fresen, genannt Quiters, Leutnant Franz Philip von Hademstorf und Johann von Raesfeld mit dem Drosten zu Syke Heinrich von Stockhausen wegen der Fischerei im Weiher See.46
  • 1702 ist der Leutnant auch in der Matrikel der Hoya‘schen Ritterschaft eingetragen: "Herr Lieutenant Frantz Philip von Hadenstorff besitzet zu Sudweyhe zwei Freye Erbgüther. Matrikelanschlag: 2 rth 18 mgs".47 
  • Franz Philip von Hadenstorff unterzeichnet 1712 eine Petition (über die Bildung einer Landschaft ?) - zusammen mit anderen Adligen aus der Grafschaft Hoya 48

1692 zeigt sich dann wieder, dass den von Hademstorff das Streiten und rücksichtloses Vorgehen im Blute liegt: Leutnant v. Hademstorf, Besitzer des Rittergutes Kirchweyhe, streitet mit Bauern um Baumpflanzungen. Aufgrund von Anweisungen aus Celle pflanzt Hademstorf 200 Bäume auf gemeinschaftliche Weide.

 

Der Streit wurde nie entschieden: Hans Hermann Hoburg, der Küster und Schuldiener, hatte zwar am 13.Juli 1692 um den Schutz des Amtmannes gebeten, hatte aber kein Geld für einen Prozess, so dass alles beim Alten blieb.49

 

Schon nach dem 30-jährigen Krieg haben Johann von Weyhe und Heinrich Dörgeloh, deren Häuser dicht beieinander nördlich der Kirche stehen, auf ihrem Land unweit der Hache 245 Weiden gepflanzt. Die Anpflanzungen gingen auf landesherrliche Order aus Celle zurück.

 

Ärger gab es, als nun der Leutnant von Hademstorff 200 Bäume als seinen Beitrag auf die gemeinschaftliche Weide pflanzen läßt, die allen gehört; auch die Küsterfrau als unmittelbare Nachbarin hat dort eine kleine Bleichwiese. Im Winter kommen dort die Ahauser Bauern mit Kähnen an, wenn sie ihrer Verstorbenen zum Friedhof neben der Kirche bringen. Leutnant von Hademstorf hat die Weiden so dicht pflanzen lassen, dass kein Durchgang mehr möglich ist.

 

Nach einem Protest beim Drosten in Syke wird ein Vergleich arrangiert: Die Weiden auf der Sudweyher Seite dürfen stehen bleiben, die übrigen sollen entfernt werden. Von Hademstorff aber läßt später die überzähligen Weiden so dicht zwischen jenen an der Sudweyher Seite pflanzen, dass dort nun kein Vieh mehr hindurch kann.

 

In einer Nacht- und Nebelaktion entfernen die empörten Bauern die zuviel gesetzten Weiden. Das ruft nun den Leutnant auf den Plan: Er beschwert sich beim Obermarschall von Bülow und dem Kammerrat Albrecht von Ramdohr, Gutsherr auf Drübber bei Hoya. Der Oberförster Johann Koch wird ebenso eingeschaltet.

 

Das kommt dem Drosten von Syke zu Ohren. Er schreibt einen Brief nach Bruchhausen und Celle. Es wird der Meinung des Oberförsters widersprochen, von Hademstorf dürfe 23 Stück Vieh auf der gemeinen Weide grasen lassen, dagegen die Vollmeier nur 6 und die Kötner nur 3 Stück, und entsprechend müsse auch das Pflanzrecht reguliert werden. Der Drost und der Amtmann unterstützen die Bauern: Auf der gemeinen Weide dürfe jeder so viel Vieh weiden lassen, wie er besitze. Nur auf der geschlossenen Weide dürfe von Hademstorf 23 Stück Vieh weiden lassen.

 

Es wird dann eine erneute Untersuchung angeordnet. Deren Ausgang ist nicht überliefert.50

 

Im selben Jahr ereignet sich eine handgreifliche Auseinandersetzung zwischen dem Leutnant und

der Küsterfamilie:

 

Als das Küsterhaus ausgebessert werden soll und dafür Holz von Ristedt angefahren wird (durch Remmert Voigt und Arp Schierenbeck), legt man das Holz am Kirchhof auf Gemeingrund ab, wie man es immer getan hat, wenn Zimmerarbeiten notwendig sind. Als der Leutnant das sieht, ruft er ihnen zu, sie sollen das Holz sofort von seinem Weg entfernen, sonst werde er es in die Hache werfen lassen. Remmert Voigt erklärt dem Leutnant, dass das Holz nicht auf dessen Eigentum lagert.

 

Als die Küsterfamilie herbeieilt, kommt es zu einem Handgemenge: Mit der Fuhrmannspeitsche drischt der Leutnant auf den Küster ein, und auch die Küsterfrau wird als "Blitzhure" beschimpft und mit Peitschenhieben bedacht. Das Ergebnis sind "beulen so groß als hühner eyer". Im Handgemenge gelingt es dem Küster, die Peitsche dem Leutnant zu entreißen. Er geht nun zum Gegenangriff über.

 

Danach geht auch die Küstersche mit der Peitsche auf den Leutnant los, als dieser dreschend auf dem Küster kniet, von wegen der Blitzhure, wo doch der edle Herr mit einer Schandhure auf seinem Hof zusammenlebt.

 

1694 fordert das Amt Syke Geld vom Leutnant:

 

Einforderung von Zinsen für die Jahre 1674-1693 von 242 Reichstaler Kapital nach Ausweisung der vormals bei der Bremischen Struktur geführten Kapitänleutnant Ortgies Ernst Frese genannt Quiter, Leutnant Franz Philipp von Hademstorff und Georg von Rassfeld durch den Beamten zu Syke auf Befehl der fürstlichen Kammer. 51

 

1695 gibt es erneut Streit mit dem Syker Amt: Es geht um die Fischerei in der neuen Kuhle, die die Weser bei Ahausen (wohl bei der Überschwemmung von 1688) geschaffen hat:

 

Das Amt Syke gegen den Kapitän Ortgies Ernst von Quiter, Leutnant Franz Philip von Hademstorf und den Geheimen Rat Fabrice wegen des Fischens in der Neuen Kuhle

 

Eine dafür angefertigte Karte zeigt die Situation in der Nähe von Ahausen: Links (Osten) ist die „Mahndorfer Wiede“ eingezeichnet. Sie liegt östlich der „alten Weser“. Damit ist wohl der mit „Weserfluß“ bezeichnete Arm der Weser über die heutige „Alte Weser Ahausen“ gemeint. Die in der Karte bezeichnete „alte Weser“ ist dann der direkt am Ahauser Deich verlaufende alte Nebenarm der Weser.

 

Karte Alte Weser / Weser mit Ahausen (oben) und Dreye (unten, nicht eingezeichnet) mit der „Neuen Kuhle“ (Norden ist unten) von 1695 52. Die Karte wurde angelegt wegen Streitigkeiten um die Fischgründe in der neuen Kuhle, die vor dem Weserdeich eingebrochen war. Eventuell war dies bei dem Hochwasser von 1688 geschehen.

 

 

„AugenMaßlicher Riß der Neueren Kuhlen nicht weit von dem Dorf Ahausen Amptskirche 1: daselbst hinter dem Dorfe belegen. 1695

 

Erklärung der Buchstaben

A. die alte Weser

B. der Auslaß der alten Weser

C. Zwei alte Deiche welche ohm der rechten Seite

     gewesen ehe der Ausl. eingebrochen

D. Capitain Quiters Pacht-Landt

E. das übrige Landt in welcher die Neue Kuhle … gehört“

1698 unterzeichnet Rembert Christian Franz Jr. v. Hademstorff den Landtagsabschied in Celle. Er ist einer von mindesten 3 Söhnen des Franz Philipp und heißt genauso wie sein Großvater.

 

Danach beziehen sich die Urkunden nur noch auf den „Landkommisar von Hademstorf“, ohne Nennung eines Vornamens. Wegen der Unterzeichnung des Landtagsabschiedes ist anzunehmen, dass Remmert Christian Franz gemeint ist.

 

Auch mit dem “Landkommissar” gibt es viel Streit:

 

  • 1722 geht das Amt Syke gegen den Landkommissar von Hademstorf zu Weyhe vor wegen Verletzung der Sonntagsruhe durch die Dienstboten des Landkommissars Christof Hofmann, Johann Schmidt und Claus Bohne aus Kirchweyhe (violata iurisdictionis).53
  • 1725 gibt es ein Verfahren des Forstmeisters Joh. Ernst v. Stietencron zu Delmenhorst gegen den Landkommissar v. Hademstorf zu Kirchweyhe wegen der Jagd auf dem Hemmer Land.54
  • 1743 ein weiteres Verfahren des Erbgesessenen v. Hademstorf zu Weyhe gegen die Bauerschaft Kirchweyhe, (Amt Syke) wegen Mithude auf der Kirchweyher Gemeinheit.55

Wann genau der Landkommissar gestorben ist, ist nicht bekannt. Jedenfalls wird sein Sohn Johann Wilhelm Levin erstmals beim Verkauf eines der beiden Weyher Güter im Besitz der von Hademstorfs erwähnt.

 

Der zweite Sohn, Justus Phillip, heiratet Auguste von Busch aus Albringhausen und zieht auf den dortigen Freisassenhof. Er stirbt schon 1750, und auch sein Sohn Georg Hinrich Gebhard von Hademstorf kommt 1766 kurz vor seinem 21. Geburtstag ums Leben.56

 

Wegen permanenter Geldnot muss 1750 das Fintus-Gut für 21.000 Reichstaler verkauft werden, und zwar an den Oberhauptmann August Christian von Fabrice (1690-1760), der das Gut Sudweyhe geerbt hatte. Vorher war der Konkurs bzw. der Verkauf des Gutes in den Hannoverschen Nachrichten angezeigt worden:

 

Freytag, 18.December 1750: "Nachdem bey hiesiger Königl. Churft. Jutizcanceley Joh.Wilh.Levin von Hademstorf angezeiget, wasgestalt er aus bewegenden Ursachen sich genöthiget sehe, einen Theil seiner Güther, und zwar den ihm zuständigen adelichen freyen Erbsitz, die Findterey genannt, zu Sudweihe nebst einigen anderen Grundstücken zu verkaufen, die Sicherheit des Käufers aber sowol, als seine eigene Convenienz erfordern wolle, sämtliche Gläubigere, welche an ihn und seine Güther einen Anspruch formiren mögten, edictaliter vorladen zu lassen; so sind unterm 12.Dec. a.c. Edictales erkannt, und alle und jede, welche an Anfangs benannten Joh.Wilh.Levin von Hademstorf oder dessen Güter ex capite successionis vel crediti, vel ex quocunque alio Titulo einiges recht, Anspruch und Forderung haben, auf den 12. Monats Martii des kommenden 1751 Jahres sub poena praeclusi citiret und vorgeladen."57

 

"Hannover. Von hiesiger Königl. und Churfst. Justizcanzley sind alle diejenigen, welche an Joh.Wilh.Levins von Hademstorf zu Weyhe verkaufte Güther, die Findterey genannt, zu Sudweyhe, nebst einigen anderen Grundstücken, einiges Recht, An- und Zusprüche haben möchten, der ausgelassenen und öffentlich affigirt gewesenen Citation zufolge aber, in dem am 12. Mart. a.c. anberahmt gewesenen Termino liquidationis sich nicht gemeldet, noch ihre Jura und Forderungen an- und vorgebracht haben, von nun an damit gänzlich abgewiesen, und ihnen solcherhalb mittelst Decreti vom 17.huj. ein ewiges Stillschweigen auferleget worden."58

 

Wann Johan Levin gestorben ist, ist nicht bekannt. Im Landesarchiv zu Osnabrück existiert ein Testament des Johan Levin Frhr. v. Hademstorf aus dem Jahr 1772.59

 

1764 verkauft die Familie von Hademstorff ihr bis dahin noch verbliebenes Weyher Gut für 37000 Reichstaler an den Geheimrat August Wilhelm von Schwicheldt, den Besitzer des Gutes Sudweyhe 2. Auch dieses Gut wird dann mit dem sog. Fideikommiss vereinigt und in der Schwicheldtschen Familie weitervererbt.

 

Im 1777 erstellten Einwohnerverzeichnis der Ortschaft Kirchweyhe ist noch folgender Eintrag: 60

 

„Der ehemahlige von Hademstorfische jetzo von Schwicheldtsche Hoff“ („Miethsweise bewohnt“) mit dem Haupthaus, „einem Neben-Hause auf dem Hofe“, „einem andern Neben-Hause“ und „einem andern Hause“

 

Bewohner:

  • 1777: Gertrud Charlotte von Heimbruch (*1729,+1795), Justine Dorothee von Wedding (*1744,+1831), ein Fräulein von Trampe, Fähnrich von Berger, Hinrich Bellmer (*1720,+1792), Gesche Schmidt-Gessel (*1720,+1792), Johann Hinrich Bellmer (*1755,+1792), Anna Margaretha Dörgeloh (1755, +1795, Ortgies Ernst Fröhlke (*1730,+1808), Margarthe Sophie Fuchs (*1747, + 1825)
  • 1861: Johann Heinrich Koch (*1825) Anbauer, Katharina Sophia Meyer (*1834)
  • Hermann Meyer(*1819,+1872), Zimmermann, oo 1849 Gesche Marie Warneke (*1819,+1900)
  • Johann Hinrich Böttcher (*1814, + 1889) Handarbeiter, Gesche Marg. Moormann (*1812, + 1892)

Im 1. Nebenhause auf dem Hof:

 

  • Harm Schmidt (*1730,+1795), Marie Elisabeth Schmidt (*1734)

Im 2. Nebenhause:

  • Philip Meyer (*1738,+1782), Dorothee Mette Mühlenbruch (*1737, + 1798)

Im 3. Nebenhause:

  • Johann Hinrich Riekers (*1744, + 1791), Marie Brakmann(1749, 1808) Wachtmeister Johann Dietrich Frische und Gesche Marie Wetjen

Auf der Landesaufnahme von 1773 ist kein Gut Hademstorff mehr eingezeichnet.

1823 ist das Gut Kirchweyhe 2 nicht mehr als eigenständiges landtagsfähiges Gut in der Matrikel der Hoya-Diepholz’schen Landschaft vermerkt.61

Das Gut Kirchweyhe 2 etwa 1910 (rechts), Blick auf die Felicianus-Kirche.

Das Gut wird als Teil des Sudweyher Gutes verwaltet. Es erscheint nicht mehr als eigenständiger Hof. 1924 brennt das Herrenhaus nieder und wird nicht wieder aufgebaut.

An der Kirche stehen um 1936 noch Fachwerkhäuser, die zum Gut Hademstorff gehörten.62

 

Die Fachwerkhäuser des ehemaligen Gutes brennen 1945 ab, als bei der Ein-nahme Kirchweyhes alle Häuser in der Nähe der Kirche in Brand geschossen werden.

 

 

 

 

 

 

Damit sind auch die letzten Reste des Gutshofes verschwunden.

 

 

 Anmerkungen

1 Quelle: F.A.N. Post, Heft 1, 1. Halbjahr 2005 / s. https://hademstorf.jimdo.com/mittelalter-und-fr%C3%BChe-neuzeit/

2 Braunschweigische Anzeigen 1750, F.W.Meyern, S.580

3 (Hodenberg, Hoyer Urkundenbuch, Band I (Hausarchiv), 1855) . HOY UB I Nr. 659 und HOY UB I Nr. 835

4 NLA HA Celle Or. 13 Nr. 1372

5Vgl. Zeitschrift des historischen Vereins für Niedersachsen, 1862, S.406: Verzeichnis der Original-Urkunden des Vereins

6  annover Dep. 79 Urkunden Nr. 408 : Regesten: ZHVN 1861 S. 406; Ulrich 1888 S. 31

7 (Schacht, 1960)

8 (Hodenberg, Hoyer Urkundenbuch, Band I (Hausarchiv), 1855))HOY UB 1 Nr 1495 v. 28.Sept. 1562 (ohne Angabe des

Ortes)

9 NLA Hannover Celle Or. 13 Nr. 1373

10 (Hodenberg, Hoyer Urkundenbuch, Band I (Hausarchiv), 1855): Hodenberg erläutert zur Urkunde Nr. 1642 73c des HOY

UB aus dem Jahr 1581 (Stolzenauer Abschied): "Thomas von Hademstorf 400 Thlr, vom Grafen Erich 1562 angeliehen"

11 NLA Hannover Dep. 79 Urk. Nr. 435

 

12 (Hodenberg, Hoyer Urkundenbuch, Band I (Hausarchiv), 1855) HOY UB I Nr. 973

13 NLA Hannover. Fotosammlung Foto 3 Nr. 623

14 NLA Hannover Celle Br. 72 Nr. 927

15 NLA Hannover Celle Br. 72 Nr. 1098

16 Braunschweigische Anzeigen 1750, F.W.Meyern, S.578

17 NL  HA Hann. 74 Syke Nr. 49: Bericht d. Amtes Syke v. 12. Juni 1596

18 (Hodenberg, Hoyer Urkundenbuch, Band I (Hausarchiv), 1855) HOY UB Bd.1 Urkunde 1722 (1012b)

19 (Lueken-Dencker, 1991) S 328

20 NLA Hannover Celle Br. 57 Nr. 53

21 Vgl. (Greve, Von Wassermüllern und Walkknechten. Von Witwen und Waisen, 1998) S.60 mit Verweis auf: Gerhard Höfer,

Syker Geschehen aus alten Zeiten in: Syker Zeitung v. 22.11.1937; s. auch (Schacht, 1960) S. 34

22 NLA Hannover Celle Br. 90 Nr. 90 u. Nr. 91

23 NLA Hannover Celle Br. 33 Nr. 194

24 Band  1 von Singularia Magdeburgica, Oder Merckwürdigkeiten des... Jahres, aus der Magdeburgischen Historie: Der XI.

Theil Der Magdeburgischen Merckwürdigkeiten, Worinn Von der ehmaligen Grafschafft und Burg Altenhausen, Als einem

Haupt-Theile der längst verloschenen Altemärckischen Grafschafft Osterburg, Und wie solche Burg ans Ertz-Stifft und ferner

an die Herren von Schulenburg gekommen, kürtzlich gehandelt wird, Samuel Walther, Verlag Seidel und Scheidhauer, 1739

25 Christian Friedrich August v. Meding: Nachrichten von adelichen Wapen, Band 1. 1786, Nr. 308, S. 211

26 NLA Hannover Celle Br. 72 Nr. 952

27 NLA Hannover Hann. 27 Lüneburg Nr. 760/ 1 u. 760 / 2

28 Vgl. (Schacht, 1960) S. 150f

29 (Lueken-Dencker, 1991) S.333

30 Vgl. (Schacht, 1960) S. 149f

31 NLA Hannover Cal. Br. 2 Nr. 2607 und Celle Br. 61a Nr. 6303

32 NLA Hannover Celle Br. 64 Nr. 18

33 Der Streit wird geschildert in einem Zeitungsartikel von Dr. Gerhard Höfer in der Syker Zeitung vom 22.11.1937.- Vgl.

Zusammenstellung des Hofgeschichte für Sudweyhe 73 (Frische) von H.Greve

34 Vgl. (Schacht, 1960) S.33, ohne Nennung der Quelle. Schacht führt noch weiter an: Als Zeugen sind aufgeführt: Der

Weyher Landwirt Reinke Siemers (60 Jahre); der Zimmermann Gerdt Siemers (35 Jahre) aus Sulingen, seit 13 Jahren in

Weyhe verheiratet; der Hausmann Heinrich Dörgeloh (57 Jahre), der sich von Vieh ernährt und gelegentlich Branntwein

brennt. Er ist seit 17 Jahren in Weyhe ansässig; der Bauer Gerke Weetken (57 Jahre); der ehemalige Gastwirt Claus Frische

(72 Jahre), wohnt bei seinem Sohn; der Zimmermann Remmert Glade; der Zimmermann Johann Osterbindt (45 Jahre).

35 Vgl. (Schacht, 1960) S. 33f, allerdings ohne Angabe des Jahres oder der Quelle, aber in Zusammenhang mit der

Zeugenvernehmung von 1652.

36 NLA Hannover Hannover 70 Nr.572

37 NLA Hannover Celle Br. 61a Nr. 3950

38 NLA Hannover Celle Br. 61a Nr. 3960

39 NLA Hannover Celle Br61a Nr.3965

40 Kaufvertrag (im Besitz von Adeline Rumsfeld geb. Wetjen in Ahausen) Vgl. Esdohr 1970, S. 123

41 NLA Hannover Celle Br. 76 Nr. 118

42 NLA Osnabrück Erw. B2 Nr.94

43 (Esdohr, 1970) S. 123

44 Vgl. Collectie Pohlsander: http://arch.vortmes.nl/documents/copo-025.pdf: Franz Otto von Trampe (*1648, +1708) auf

Hoope heiratet 1678 eine Tochter des Remmert Franz v. Hademstorf und der Hedwig v. Langen. Sie hatten einen Sohn

Franz v. Trampe (* 1688 in Hoope, + 1761 in Heiligenfelde) . Der Sohn wird als "Herr auf Hoope und Weyhe" bezeichnet.

Dessen Sohn Franz Ludolf (*1710, + 1793) ist aber wieder nur "Herr auf Hoope"

45 NLA Hannover Celle Br61a Nr. 6303

46 NLA Hannover Hann. 112 Nr. 3120

47 Ober- und niederhoya'sche Matrikel, konfirmiert von Hz. Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg, 21.2.1702 - in:

(Neubert-Preine, Da einer des Anderen bedurfte, 2013) S. 164

48 Johann Jakob Moser: Von der deutschen Reichsstände Landen, deren Landständen, Unterthanen ... S. 179

49 Vgl. Heimatblätter 9/1990 - Hermann Kahle ; siehe auch (Schacht, 1960) S. 154

50 Vgl. (Schacht, 1960) S.155

51 NLA Hannover Celle Br61a Nr. 6331 ; NLA Stade 6331]

52 NLA HA Hann. 112 Nr. 3119: Das Amt Syke gegen den Kapitän Ortgies Ernst von Quiter, Leutnant Franz Philip von

Hademstorf und den Geheimen Rat Fabrice wegen des Fischens in der Neuen Kuhle;

Enthält: u.a. Skizze von der Neuen Kuhle beim Dorf Ahausen, 1646 (?)

s. auch (Lueken-Dencker, 1991), Kulturbilder, S.346

53 NLA Hannover Hann. 112 Nr. 3123

54 NLA Hannover B 607

55 NLA Hannover B 152

56 Vgl. (Neubert-Preine, 2006) S.23

 

57 Hannoversche Anzeigen v. 18.12.1750

58 Hannoverische gelehrte Anzeigen, vom Jahre.... 1.Bd., Schlüter, 1752

59 NLA Osnabrück Rep 955 Nr. 964

60 Pfarrarchiv Kirchweyhe K.B. I.1, Bl. 2ff; Einwohnerverzeichnis von 1777

61 Besitzer der adelig freien Güter in der Grafschaft Hoya, dem Amte Westen, der Grafschaft Diepholz und dem Amte

Freudenberg, 23.2.1823 - in: (Neubert-Preine, Da einer des Anderen bedurfte, 2013) S. 179

62 Foto 1936: Repro W.Meyer, (Meyer, Weyhe im Wandel der Zeit , 1980) S. 20

63 Angaben aus: (Esdohr, 1970)